Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

SDW: Kastanienbäume im Dauerstress

Seit Jahren setzt der Kastanie die Kastanienminiermotte zu. Die verfrühte Braunfärbung der Blätter im Sommer und der vorzeitigen Laubfall machten es für jeden sichtbar. Der frühe Verlust der Blätter ist vor allem ein ästhetisches Problem. Nun aber sind die Bäume tatsächlich in Gefahr.

Seit Jahren setzt der Kastanie die Kastanienminiermotte zu. Die verfrühte Braunfärbung der Blätter im Sommer und der vorzeitigen Laubfall machten es für jeden sichtbar. Der frühe Verlust der Blätter ist vor allem ein ästhetisches Problem. Nun aber sind die Bäume tatsächlich in Gefahr.

Aktuelle Situation: Seit 2007 beobachten Wissenschaftler zusätzlich den Befall mit einem Bakterium namens Pseudomonas syringae, das die Bäume zum Absterben bringt. Das Bakterium zerstört die Leitungsbahnen und macht den Wasser- und Nährstofftransport unmöglich. Betroffen ist die Hälfte aller Kastanien bundesweit, sowohl junge als auch alte Bäume. Manche Städte, wie zum Beispiel Krefeld, Duisburg, Viersen und Essen haben bereits große Ausfälle zu beklagen.

Schadbild: Die befallenen Rosskastanien zeigen blutende Stellen vom Stamm bis zur Krone, ein teilweises Absterben der Kronen oder eine dunkelbraune bis schwarze Verfärbung unter der Rinde sowie Stamm- und Astrisse.

Und was kann man dagegen machen? Nicht viel, sagen die Experten. Es gibt kein Gegenmittel. Bisher wurden die meisten Bäume umgehend gefällt, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Heute bevorzugt man das Konzept, dass nur die befallenen Bäume entfernt werden, wenn sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Wie sieht die Zukunft aus? Damit die Kastanien diese neue Gefahr überleben können, muss man versuchen, ideale Rahmenbedingungen für die Bäume zu schaffen und Stresssituationen (Austrocknung) zu vermeiden. Kastanien lieben gut durchlüftete Böden mit hohem Humusgehalt und einem ph-Wert zwischen 6 und 8. Auch das Sammeln der von der Miniermotte befallenen Blätter im Herbst, wie die SDW es bereits seit Jahren macht, erhöht die Überlebenschance.

Momentan werden keine weiß- und rotblühenden Kastanien mehr in den Städten gepflanzt. Bei Nachpflanzungen verwendet man die gelbblühende Kastanie, die gegen die Motte und das Bakterium resistent zu sein scheint. Hoffnung besteht auch langfristig, in den natürlichen Wildpopulationen resistente Arten zu finden oder in Baumschulen genetische Resistenzen zu züchten.

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