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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweizer Esskastanien werden Opfer eines Pilzes
Um 80% hat ein Pilz die diesjährige Esskastanienernte im Tessin einbrechen lassen. Der pilzliche Blattfleckenerreger nutzte das nasse Frühjahr 2008, um sich bis nach Norditalien auszubreiten. Im nächsten Jahr kann die Kastanienernte unter günstigeren Witterungsbedingungen aber wieder bedeutend besser ausfallen. Bleibende Schäden hat dagegen ein anderer Pilz in den USA angerichtet: Der Erreger des Kastanienrindenkrebses zerstörte im letzten Jahrhundert innerhalb von 30 Jahren die ausgedehnten Bestände der Kastanienbäume im Osten des Landes fast vollständig.
Für Tessiner Verarbeiter bedeutet die „desaströse“ Ernte einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Nur zehn statt der gewohnten 50 Tonnen „Maroni“, wie die Früchte der Kastanienbäume in der Schweiz heißen, waren verfügbar. In Deutschland brauchen wir jedoch nicht auf unsere heißen Maronen, auf Vermicelles und andere Leckereien zu verzichten. Die jährliche Weltproduktion in China, Korea, der Türkei, in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Rumänien und Griechenland beträgt etwa 500 000 Tonnen. Deutschland deckt 50% seines Bedarfs aus Italien und 30% aus Frankreich.
Was bewirkt der schädliche Pilz?
Der Pilz Mycosphaerella maculiformis lässt die Blätter der Kastanienbäume mitten im Jahr austrocknen. Dadurch erhalten ihre Früchte keine Nährstoffe. Sie bleiben klein, reifen nicht richtig aus und fallen verfrüht mit dem stacheligen Fruchtbecher vom Baum.
Übrigens: Die Esskastanie Castanea ist nicht mit der Rosskastanie Aesculus verwandt. Erstere gehört zur Familie der Buchengewächse, letztere zur Familie der Rosskastaniengewächse. (Quelle: Profil-Online)

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