- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Schweiz: VSGP tritt aus dem Bauernverban...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: VSGP tritt aus dem Bauernverband aus
Der Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) kündigt rückwirkend per 1. Januar 2018 die Mitgliedschaft beim Schweizer Bauernverband (SBV). Das beschloss der Leitende Ausschuss an seiner letzten Sitzung. Der VSGP strebt weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit dem Bauernverband an.
Der Verband Schweizer Gemüseproduzenten führte in den letzten beiden Jahren intensive Verhandlungen mit dem Schweizer Bauernverband. Im Fokus standen dabei einerseits die Höhe und der Verwendungszweck des Mitgliederbeitrags, andererseits die angemessene Vertretung des Gemüsebaus in den Gremien. Im letzten Herbst legten die Delegierten des SBV die neuen Mitgliederbeiträge fest. Dieser Beschluss war gleichbedeutend mit einer Versiebenfachung des VSGP-Beitrags. Auf die Forderung des VSGP auf eine proportional angemessene Vertretung in den verschiedenen Organen ging der Bauernverband nicht ein.
Themenspezifische Zusammenarbeit weiter möglich
Der Leitende Ausschuss des VSGP beschloss daher am 31.1.2018 die Kündigung der Mitgliedschaft beim Schweizerischen Bauernverband rückwirkend auf den 1. Januar 2018. Dem Beschluss gingen intensive Beratungen in sämtlichen Gremien bis hin zu den regionalen Sektionen voraus. "Mit dem Austritt schaffen wir klare Verhältnisse und legen den Grundstein für eine konstruktive Zusammenarbeit in einer neuen Form", sagt Jimmy Mariéthoz, Direktor des VSGP. "Wir anerkennen die Leistungen des SBV für die Gesamtlandwirtschaft und streben auch künftig eine enge Zusammenarbeit mit dem Bauernverband an", so Mariéthoz.
Fokus auf Gemüsebau
Bereits vor dem Austritt hat der VSGP seine Akzente für die künftige Arbeit definiert: Er wird seine Öffentlichkeitsarbeit verstärken und einer breiteren Öffentlichkeit die Funktionsweise und Wichtigkeit des inländischen Gemüsebaus näherbringen. Auf politischer Ebene wird sich der Verband primär für die Anliegen des Gemüsebaus und der Spezialkulturen einsetzen – z.B. bei der Bekämpfung der Trinkwasserinitiative, welche den Gemüsebau in der Schweiz gefährden würde. Stillstehen will der Verband indes nicht: "Schweizer Gemüseproduzentinnen und -Produzenten sind innovative Unternehmer, die jeden Tag qualitativ hochstehendes Gemüse auf nachhaltige Weise produzieren. Als Verband wollen wir diese Botschaft in die Öffentlichkeit tragen", sagt Mariéthoz.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.