Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Trockenheit und Unwetter belasten den Schweizer Obstbau

Anhaltende Hitze, Trockenheit, knappe Wasserressourcen und schwere Hagelschäden setzen die Schweizer Obstproduzentinnen und Obstproduzenten unter Druck.

Für die Obstbaubetriebe treffen diese Wetterextreme auf eine Zeit steigender Produktionskosten. Bild: GABOT.

Der Schweizer Obstverband (SOV) fordert faire Markt- und verlässliche Rahmenbedingungen, damit die Versorgung mit Schweizer Früchten langfristig gesichert werden kann.

Die Wetterextreme der vergangenen Wochen stellen den Schweizer Obstbau vor große Herausforderungen. Die langanhaltende Trockenheit setzt den Kulturen zu und erschwert die Produktion. Trotz der schwierigen Bedingungen engagierten sich die Schweizer Obstproduzentinnen und Obstproduzenten mit großem Einsatz, um die Versorgung mit qualitativ hochwertigen einheimischen Früchten sicherzustellen. Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch einen starken Hagelzug am vergangenen Freitag, der in mehreren Anbaugebieten erhebliche Schäden an den Früchten verursachte.

Wirtschaftlicher Druck nimmt zu

Für die Obstbaubetriebe treffen diese Wetterextreme auf eine Zeit steigender Produktionskosten. Bewässerungsmaßnahmen, Investitionen in Schutzvorrichtungen und ein höherer Arbeitsaufwand erfordern zusätzliche Mittel. Gleichzeitig erwartet der Markt qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte Schweizer Früchte. Damit diese Leistungen auch künftig erbracht werden können, braucht es entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine faire Preisgestaltung.

Der Schweizer Obstverband betont, das die besonderen Anforderungen an die Produktion und der damit verbundene Mehraufwand bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden müssen. So Jimmy Mariéthoz, Direktor des Schweizer Obstverbands: "Wer hochwertige Schweizer Früchte produziert und gleichzeitig die Folgen von Wetterextremen bewältigt, darf nicht zusätzlich durch Tiefpreisstrategien unter Druck geraten." Der SOV fordert alle Akteure der Wertschöpfungskette auf, der Verantwortung gerecht zu werden.

Handlungsbedarf auf politischer Ebene

Der Schweizer Obstverband fordert von Politik und Behörden verlässliche Rahmenbedingungen, damit sich die Betriebe besser an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Dazu gehören insbesondere einfache Bewilligungsverfahren für Schutzvorrichtungen gegen Wetterextreme, die Förderung von Wasserrückhaltebecken, Bewässerungs- und Witterungsschutzinfrastrukturen sowie wirksame Pflanzenschutzmaßnahmen. Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen und fairen Marktbedingungen kann die langfristige Versorgung der Schweiz mit einheimischen Früchten sichergestellt werden.

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