- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Schweiz: Schweizer Christbäume trotzten ...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Schweizer Christbäume trotzten Frost
Den passenden Weihnachtsbaum auszusuchen ist für viele ein traditionelles Ritual: in jedem dritten Schweizer Haushalt steht in der Adventszeit ein Weihnachtsbaum. Die IG Suisse Christbaum geht davon aus, dass dieses Jahr 1,5 Mio. Weihnachtsbäume verkauft werden, rund 600.000 davon stammen aus Schweizer Produktion.
Dieses Jahr hatten die frisch gesetzten Bäume Mühe mit den Spätfrösten. "Die Mittelknospe des Triebes treibt dann nicht aus und so ergibt sich ein unregelmäßiger Wuchs, verstärkt dadurch, dass die Spätfröste meist nur einseitigen Schaden anrichten", sagt Philipp Gut, Geschäftsführer der IG Suisse Christbaum. Das bedeute für den Produzenten, dass er die unschönen Triebe rausschneiden und den Baum erneut ein bis zwei Jahre wachsen lassen müsse, bis er optisch wieder ansprechend aussehe. Die Trockenheit im Sommer habe einigen frisch gesetzten Bäumen geschadet.
Druck aus dem Ausland
Immerhin seien die Tannenbaumplantagen nicht von Borkenkäfer-Schäden betroffen, sagt Philipp Gut. Er erklärt, dass dies vor allem daran liege, dass die Bäume meist jung und vital seien und deshalb keine Angriffsfläche für Schädlinge böten.
Die Christbaumproduzenten spüren den Preisdruck aus dem Ausland. Zwei Drittel der hier verkauften Tannen stamme nicht aus der Schweiz. Gut sieht den Grund dafür im tiefen Eurokurs und einer Überproduktion in Dänemark.
Schweizer Pluspunkte
"Ein Schweizer Tannenbaum bietet viele Vorteile. Das lokale Gewerbe wird unterstützt und die Wertschöpfung bleibt im Land", sagt Gut. Die kurzen Transportwege und strenge Schweizer Arbeitsgesetze seien zudem soziale, wirtschaftliche und ökologische Pluspunkte. (LID)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.