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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Radikale Anti-Pflanzenschutz-Initiative
Eine Anti-Pflanzenschutz-Initiative will in der Schweiz synthetische Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Produktion und der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie der Boden- und Landschaftspflege verbieten. Zudem verbietet sie das Importieren von Lebensmitteln, welche mit Hilfe von synthetischen PSM produziert wurden. Die Initiative wurde heute bei der Bundeskanzlei eingereicht. Diese prüft nun die eingereichten Unterschriften auf ihre Gültigkeit. Ob und wann es zu einer allfälligen Abstimmung kommt, ist noch nicht bekannt.
Wer kann sich Gemüse noch leisten?
Die Annahme der Anti-Pflanzenschutz-Initiative würde den Gemüsebau in der Schweiz massiv beeinträchtigen. Denn ohne Einsatz von PSM können Gemüsegärtnerinnen und Gemüsegärtner ihre Kulturen nur ungenügend vor Krankheiten, Schädlingen und der Konkurrenz von Unkräutern schützen. Sie könnten deutlich weniger Gemüse und Gemüsesorten als bisher produzieren und bräuchten wesentlich mehr Anbaufläche für weniger Ertrag. Die Produktion von heute mit mehr als einer halben Million Tonnen Gemüse jährlich könnte nicht aufrechterhalten werden. Zudem hätte die Initiative massive Mehrkosten zur Folge: "Die Preise für einheimisches Gemüse würden aufgrund der hohen Auflagen erheblich steigen. Gemüse würde zum Luxusgut werden", sagt Jimmy Mariéthoz, Direktor des VSGP. Als direkte Folge des Preisanstiegs könnte es sich eine breite Bevölkerungsschicht nicht mehr leisten, genügend Gemüse in der Schweiz zu kaufen. Der ökologisch und sozial fragwürdige Einkaufstourismus würde ansteigen, ein Teil der Wertschöpfung in Produktion, Vertrieb und Detailhandel ins Ausland abwandern.
Mit Innovation lässt sich die Menge der PSM um 40 bis 70% verringern
Der VSGP und die Gemüseproduzenten gehen die digitalen Innovationen im Gemüsebau proaktiv an. Ein perfektes Beispiel ist der neue Pflanzenschutzroboter, welcher im Rahmen eines Pilotprojekts derzeit entwickelt und am 1. Juni 2018 vorgestellt wird. Dank dem Einsatz modernster Technik lassen sich voraussichtlich 40 bis 70% PSM bei diversen Kulturen einsparen. (VSGP)

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