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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Pilotprojekt Agro-Photovoltaik und Gewächshauskulturen
Herkömmliche Agro-Photovoltaik-Lösungen fangen einen Teil der Sonnenenergie ein und wandeln diese in Elektrizität um. Die Infrastrukturen von Photovoltaikanlagen verursachen allerdings eine Teilbeschattung, was für die meisten Gemüsekulturen im Gewächshaus ein Problem darstellt. Um die gewünschten Erträge zu erzielen, benötigen sie viel Licht.
Herausfiltern des nützlichen Lichts
Wie lassen sich Energieerzeugung und landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern miteinander vereinbaren, ohne sich dabei gegenseitig zu konkurrenzieren? Die innovative Lösung, die vom Start-up-Unternehmen Voltiris entwickelt und auf dem Gelände von Agroscope in Conthey getestet wird, gibt eine Antwort auf diese Frage. Die Anlage filtert das Sonnenlicht heraus: Die Lichtkomponenten, d. h. die Farben, die die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen, werden an diese weitergeleitet, während die anderen "nicht nützlichen" Farben auf ein kleines Photovoltaikmodul gelenkt werden und dort Strom erzeugen. Auf diese Weise lässt sich das gesamte Lichtspektrum nutzen.
Die selektive Nutzung von Licht für den Anbau von Gemüse ist aus der Indoor-Landwirtschaft bereits bekannt: die Produzenten nutzen hauptsächlich rotes und blaues LED-Licht, um ihren Stromverbrauch zu reduzieren.
Der Sonne kontinuierlich folgen
Die bei Agroscope getestete Technologie wird auf der bestehenden Infrastruktur von Gewächshäusern installiert und verursacht weniger als 10% Teilschatten. Gleichzeitig wird die Stromerzeugung optimiert, indem die Panels der Sonne dynamisch und kontinuierlich folgen.
Anbau von Sommer- und Winterkulturen
Das Pilotprojekt startete in diesem Frühjahr mit dem Anbau von Tomaten, Paprika und Basilikum. Im Winter gehen die Versuche in Salatkultluren weiter. Der Versuch wird von Innosuisse finanziert. Ziel ist es, die Auswirkungen der Lösung der Firma Voltiris auf das Wachstum, die Entwicklung und den Ertrag der verschiedenen Kulturen zu untersuchen. Die HES-SO Wallis wird den potenziellen Nutzen der Lösung aus energetischer Sicht bewerten und untersuchen.
Ziel: CO2-neutrale Gewächshäuser im Jahr 2050
Auch in Gewächshäusern muss ein Übergang zu umweltfreundlicheren Energien stattfinden. Die innovative Technologie trägt dazu bei, das Ziel der CO2-neutralen Gewächshäuser in der Schweiz bis 2050 zu erreichen, indem sie die effiziente Produktion von erneuerbarer Energie fördert. (Agroscope)

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