Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Neue Qualitätsnormen für Gemüse

Per 1. Juni 2023 werden die Qualitätsnormen für Schweizer Gemüse angepasst. Künftig sind im Handel vereinzelt auch Produkte mit geringen Schönheitsmakeln erhältlich. Damit leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Foodwaste. Gleichzeitig reagiert sie auf erschwerte anbautechnische Bedingungen durch den Wegfall verschiedener Pflanzenschutzmittel und die Zunahme von Wetterextremen.

Neue Qualitätsnormen für Schweizer Gemüse. Bild: GABOT.

Qualitätsnormen regeln, welche Merkmale Schweizer Gemüse aufweisen müssen, um in den Handel gelangen zu können. Sie gelten sowohl für konventionell als auch für biologisch produzierte Ware und werden partnerschaftlich vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) und dem Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels (SWISSCOFEL) bestimmt. Zum ersten Mal seit 2014 wurden diese nun in mehrmonatiger Arbeit bei 65 Produkten umfassend überarbeitet. Neu steigt die Toleranz gegenüber leichten Schönheitsmakeln. Die angepassten Qualitätsnormen sind öffentlich bei Qualiservice (Kompetenzzentrum für Qualitätsfragen der Früchte-, Gemüse- und Kartoffelbranche) abrufbar. Sie treten am 1. Juni 2023 in Kraft.

Branche reduziert gemeinsam Foodwaste

Mit der Anpassung der Qualitätsnormen reagiert die Branche auf verschiedene Entwicklungen der letzten Jahre. Erstens reduziert sie den Foodwaste und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des bundesrätlichen Aktionsplans gegen die Lebensmittelverschwendung. Dieser setzt sich das Ziel, die Lebensmittelverluste bis 2030 gegenüber 2017 zu halbieren. Zweitens reduziert die Branche als Folge des Absenkpfades Pflanzenschutzmittel und Nährstoffe den Einsatz von Pflanzenschutzmittel. Drittens reagiert sie auf die klimawandelbedingte Zunahme von Wetterextremen. Konkret akzeptiert der Handel künftig auch Produkte mit leichten Schönheitsmakeln, die anderweitig den hohen qualitativen Standards genügen. Beispiele sind feine Außenränder auf Blattsalaten und kleinstflächige Schalenfehler auf Zucchini.

Produkte entsprechen weiterhin hohen Standards

Mit der Anpassung der Qualitätsnormen werden Schweizer Gemüse insgesamt noch nachhaltiger. "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem Handel einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Lebensmittelverlusten leisten können", sagt Matija Nuic, Direktor VSGP. "Wir sind überzeugt, dass die Konsumierenden die neuen Normen begrüßen und akzeptieren werden", sagt Christian Sohm, Direktor SWISSCOFEL. (SWISSCOFEL)

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