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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Lubera senkt Preise
Lubera, die grösste Baumschule für Obst- und Beerenpflanzen in der Schweiz, senkt ab sofort in der Schweiz die empfohlenen Endkundenpreise für alle klassischen Obstbäume: Ein Obstbaum Niederstamm im 10lt Container, egal ob Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Pflaume, Aprikose, Pfirsich, Nektarine, wird ab sofort für weniger als 50 sfr. erhältlich sein, teilweise für 44.90, teilweise für 49.90 (dies gegenüber einem alten Preis von ca. 69-80 sfr.)
Auch die Halbstammbäume werden analog abgesenkt, auf 54.90 bis 59.90 (anstelle der alten Preise um 90 sfr.). Markus Kobelt, Geschäftsführer von Lubera, begründet die Preissenkung mit dem Importdruck und Marktanteilsverlusten: „Wir wollen nicht weiter zusehen, wie Importcontainerbäume in die Schweiz drängen und unsere Marktanteile sinken lassen. Dazu kommt, dass der Preisunterscheid zu einem Obstbaum in der EU ganz einfach viel zu gross geworden ist. Das ist für die Konsumenten nicht mehr einsehbar.“ Obwohl Lubera eine Tochterfirma im norddeutschen Bad Zwischenahn hat, ist die Rheintaler Baumschule nicht den Weg des geringsten Widerstandes gegangen: „Nein, wir exportieren mehr Obstbäume nach Deutschland als umgekehrt. Wir sind den umgekehrten Weg gegangen, wir haben die vertikale Integration erhöht, produzieren jetzt fast alle Jungpflanzen zum Eintopfen selber, und diese Jungpflanzenproduktion findet auch in der Schweiz statt, wo Klima und Böden im St. Galler Rheintal ideale Voraussetzungen bieten. So konnten wir die Kosten senken
Dazu haben wir die Produktion radikal vereinfacht, um jetzt den Produktivitätsfortschritt an die Kunden weitergeben zu können.“ Robert Maierhofer, Betriebsleiter der Baumschule in Buchs, ergänzt: „Natürlich kommen wir an die EU-Preis nicht ganz heran. Die Topfpflanzenerde beispielsweise, die wir für die Containerproduktion benötigen, kostet hier in der Schweiz über 50% mehr als in Deutschland.“
Dennoch ist Lubera stolz, ab sofort 100 Obstsorten in den verschiedensten Baumformen, insgesamt fast 300 Pflanzenartikel, viele dazu exklusive Züchtungen, zu einem vergleichbaren Preis wie in Baumärkten anbieten zu können. „Nur dass unser Sortiment viel breiter und damit bei uns die Auswahl viel grösser ist. Dazu kommt, dass wir dank der hauseigenen Züchtung heute sehr viel bessere und resistentere Sorten anbieten können. In den vergangenen 15 Jarhen haben wir über 100 speziell für den Hausgarten gezüchtete Sorten auf den Markt gebracht.“

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