Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Kostenanstieg bei Landmaschinen bleibt moderat

Der Kostenkatalog 2026 basiert erstmals seit 2022 wieder auf einer Vollerhebung der Maschinenpreise. Trotz Teuerung und steigender Produktionskosten sind die Preise dank des starken Schweizer Frankens nur moderat gestiegen.

Kostenanstieg bei Landmaschinen bleibt moderat. Bild: GABOT.

Wer Maschinen kaufen, gemeinsam nutzen oder Arbeiten verrechnen will, benötigt aktuelle Kostenangaben. Diese liefert der Kostenkatalog von Agroscope, der jährlich die Grundlagen für die Berechnung von Maschinen-, Gebäude- und Arbeitskosten aktualisiert. Für die Ausgabe 2026 wurden die Anschaffungspreise sämtlicher Maschinentypen erstmals seit 2022 wieder umfassend erhoben.

Die Preise für Landmaschinen sind seit der letzten Vollerhebung je nach Maschinentyp um 5 bis 15% gestiegen. Gleichzeitig haben Euro und US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken deutlich an Wert verloren. Da ein großer Teil der Landtechnik importiert wird, fiel der Preisanstieg insgesamt moderater aus, als aufgrund der allgemeinen Kostenentwicklung zu erwarten gewesen wäre.

Neue Maschinen und angepasste Berechnungsgrundlagen

Im Rahmen der Vollerhebung wurden nicht mehr erhältliche Modelle aus dem Kostenkatalog entfernt und neue Maschinen aufgenommen. Neu erfasst sind unter anderem zusätzliche Beregnungsmaschinen, ein Dosiergerät mit Zubringerband sowie eine Punktspritze für den Obstbau.

Zudem wurden verschiedene Berechnungsgrundlagen aktualisiert. Bei Feldspritzen passte Agroscope die Annahmen zur Auslastung und zum Tankvolumen an. Für größere Traktoren wurde die angenommene technische Nutzungsdauer auf 12.000 Betriebsstunden erhöht.

Arbeitskosten stabil, Folien deutlich teurer

Die Kosten für Treibstoff und Kapital haben sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Der innerlandwirtschaftliche Lohnansatz bleibt unverändert bei 32 Franken, der ausserlandwirtschaftliche steigt um einen Franken auf 50−80 Franken pro Stunde.

Anders entwickelt haben sich die Kosten für Folien zur Futterkonservierung. Sie liegen 19% über dem Vorjahresniveau und gehören damit zu den größten Änderungen im aktuellen Kostenkatalog.

Auch die Gebäudekosten haben aufgrund höherer Baupreise leicht zugenommen. Die Anschaffungspreise für hoftechnische Einrichtungen blieben dagegen weitgehend stabil.

Grundlage für betriebliche Entscheide

Der Kostenkatalog von Agroscope, früher als Maschinenkostenbericht bekannt, unterstützt Landwirtschaftsbetriebe bei Investitions- und Organisationsentscheiden. Er hilft bei der Beurteilung, ob sich der Kauf einer Maschine lohnt oder ob Miete, Maschinengemeinschaften oder Arbeiten durch Lohnunternehmen wirtschaftlicher sind. Zudem lassen sich die Kosten von hoftechnischen Einrichtungen wie Melkanlagen oder Entmistungsrobotern berechnen. Zusammen mit dem Online-Programm TractoScope können die Richtwerte an die Verhältnisse einzelner Betriebe angepasst werden.

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