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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Japankäfer in Zwischbergen und Simplon nachgewiesen
Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein ursprünglich aus Japan stammender Blatthornkäfer. 2014 wurde er erstmals in Norditalien nachgewiesen und seit 2017 ist er auch in der Schweiz präsent, nämlich im Kanton Tessin. Der Käfer ernährt sich von über 300 Pflanzenarten. Ausgewachsene Exemplare richten großen Schaden an, indem sie die Blätter, Blüten und Früchte verschiedener Pflanzen, darunter Apfelbäume, Steinobstbäume und Weinreben, fressen. Die Larven ernähren sich von den Wurzeln verschiedener Gräser. Da er eine Bedrohung für die Landwirtschaft darstellt, gilt der Japankäfer als Quarantäneorganismus und ist in der Schweiz wie auch in der Europäischen Union melde- und bekämpfungspflichtig.
Formell identifiziert wurde der Japankäfer im Wallis erstmals Anfang August in den Gemeinden Zwischbergen und Simplon. Wahrscheinlich ist er selbstständig aus Norditalien eingereist, wo er sich bereits seit mehreren Jahren aufhält. Die zuständigen Bundesbehörden wurden umgehend über die Situation informiert.
Es ist äusserst wichtig, die Ausbreitung des Schädlings auf den Rest des Kantons zu verhindern. Deshalb wurden die Umkreise des Befallsherdes sowie der Pufferzone sofort definiert. In der betroffenen Zone werden spezifische Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet mit dem Ziel, den Schädling auszurotten. Sie umfassen:
- das Aufstellen von Fallen im Befallsherd, um möglichst viele Exemplare einzufangen;
- das Verbot, Erde und Grüngut aus dem Befallsherd und der Pufferzone herauszutransportieren;
- die Auflage, Fahrzeuge und Maschinen, die in der Landwirtschaft und auf Baustellen zur Bodenbearbeitung eingesetzt werden, beim Verlassen des Befallsherdes und der Pufferzone so zu reinigen, dass sie frei von Erde und Ernterückständen sind.
Bei der Durchreise über den Simplonpass (zu Fuß oder mit dem Fahrzeug) sollten Kleidung, Gepäck und Fahrzeuge überprüft werden, um diesen Schädling nicht aus dem betroffenen Gebiet mitzuführen.
Besteht anderswo im Wallis der Verdacht auf diesen Quarantäneorganismus, muss die Dienststelle für Landwirtschaft so schnell wie möglich informiert werden, damit geeignete Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden können.

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