Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Grundwasser belastet

Über die Hälfte von 390 untersuchten Grundwassermessstellen in 21 schweizerischen Kantonen sind mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Dies zeigt eine Studie des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL). Die Studie konzentrierte sich in erster Linie auf Grundwassermessstellen in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten. Bei einem Zehntel der Proben stellte das Bundesamt Konzentrationen fest, welche die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität von höchsten 0,1 Mikrogramm je Substanz pro Liter nicht erfüllten. Die höchste Konzentration eines Pflanzenschutzmittels betrug 0,9 Mikrogramm pro Liter. Am häufigsten konnten Herbizide (Mittel gegen Unkraut) nachgewiesen werden. Das Trinkwasser sei nicht akut gefährdet. 80% des Schweizer Trinkwassers stammt aus dem Grundwasser.

 

Beim BUWAL habe man Konzentrationen in dieser Höhe erwartet, sagt BUWAL-Mitarbeiter Daniel Hartmann gegenüber dem LID. Überrascht hätte aber die Häufigkeit und die Anzahl verschiedener Pflanzenschutzmittel, die nachgewiesen werden konnten.

 

Die tatsächliche Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmitteln dürfte laut BUWAL noch höher sein. In der Schweiz sind 350 verschiedene Mittel zugelassen, in der Studie konnten aber aus finanziellen und technischen Gründen nur 88 untersucht werden.

 

Diese Art Studie sei in der Schweiz eine Premiere. Das BUWAL habe mit dieser Studie den Auftrag des Bundes erfüllt, die Bevölkerung über die Wasserqualität zu informieren. Für die Grundwasserproben von diesem Jahr erwartet Hartmann geringere Belastungen: Wegen der Trockenheit gab es weniger Unkraut. Deshalb mussten weniger Pflanzenschutzmittel gespritzt werden. (lid)

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