Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Gefährlicher Schadorganismus eingeschleppt

Zwischen März und Mai wurden in der Schweiz mehrere Zierpflanzen verkauft, die mit einem bisher in Europa nicht dokumentierten Schadorganismus befallen sind. Um eine mögliche Ausbreitung sofort zu stoppen, ruft der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst Käuferinnen und Käufer dazu auf, sich umgehend zu melden.

Der neue gefährliche Schadorganismus kann auch Topfpflanzen wie Hibiskus befallen. Bild: GABOT.

Im März wurden 50 Callistemon-Pflanzen, auch "Zylinderputzer" genannt, von einem italienischen Betrieb in die Schweiz eingeführt, bei dem später ein Ausbruch von Ripersiella hibisci festgestellt wurde. Es handelt sich dabei um eine Schmier- oder Wolllaus, die ihren Lebenszyklus auf Pflanzenwurzeln verbringt. Der Schadorganismus war bisher noch nie in Europa festgestellt worden. Die Laus wird in der Schweiz und der EU als besonders gefährlicher Schadorganismus eingestuft. Sie kann verschiedene Wirtspflanzen befallen, insbesondere Topfpflanzen, wie Hibiskus (Hibiscus), Oleander (Nerium oleander), Zylinderputzer (Callistemon), Rhododendren (Rhododendron), Feigen (Ficus) und verschiedene Bonsaiarten. Die Pflanzen zeigen zunächst ein verzögertes Wachstum, werden gelb und welk und sterben letztlich ab.

Es gilt zu vermeiden, dass sich dieser neue und gefährliche Schadorganismus in der Schweiz etabliert und eine Gefahr für den produzierenden Gartenbau wird. Die Betriebe, welche befallene Pflanzen erhalten hatten, wurden bereits informiert. Rückmeldungen zeigen, dass die meisten der 50 importieren Callistemon-Pflanzen zwischen März und Mai 2021 an Privatpersonen verkauft wurden. Käuferinnen und Käufer von Callistemon-Pflanzen werden dazu aufgerufen, sich sofort beim Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst zu melden, um eine Ausbreitung des Organismus in der Schweiz zu verhindern. Die Töpfe der befallenen Callistemon-Pflanzen sind mit einem Pflanzenpass (Plant Passport) mit Europäischer Flagge und der Nummer IT-19-0327 versehen. (Bundesamt für Landwirtschaft)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.