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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Bio legt weiter zu
Bio-Lebensmittel sind weiterhin auf der Überholspur. Wie in den Jahren zuvor ist der Biomarkt auch 2016 gewachsen. In Zahlen ausgedrückt: Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln nahm im letzten Jahr um 7,8% zu und erreichte mit 2,5 Mio. Franken einen Rekordwert. Ende 2016 arbeiteten 6.144 Bauern nach Bio Suisse-Richtlinien. Auf Anfang 2017 haben 386 Betriebe umgestellt – so viele wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr. In der Westschweiz gelang es Bio Suisse, dank verstärkter Präsenz ("Antenne Romande") die Position zu stärken und mehr Bauern zum Umstieg auf Bio zu bewegen.
Fachhandel profitiert nicht von Bio-Boom
Für Wachstum haben im letzten Jahr wiederum die Grossverteiler gesorgt. Coop steigerte den Bio-Umsatz um 7,1% auf 1,1 Mio. Franken und ist mit einem Marktanteil von 44,6% die Nummer eins im Biomarkt. Auf Platz zwei rangiert die Migros (Marktanteil: 32,3%). Dank Alnatura steigerte die Zürcher Detailhändlerin den Umsatz um knapp 19% auf 808 Mio. Franken. Der Fachhandel ist der drittwichtigste Absatzkanal, der jedoch ein Minus von 2,6% verzeichnet. Laut Jürg Schenkel, Marketing-Chef bei Bio Suisse, machen dem Fachhandel strukturelle Probleme zu schaffen wie etwa ungünstige Standorte. Den höchsten Marktanteil weisen Eier auf (25,5%), gefolgt von Gemüse (21,2%) und Brot (20,7%). Das Wachstum im letzten Jahr sei breit abgestützt gewesen, alle Bereiche hätten zugelegt, sagte Schenkel an der Jahresmedienkonferenz vom 4. April 2017. Convenience-Produkte verzeichneten ein überdurchschnittliches Absatzwachstum.
Daniel Bärtschi betonte, dass immer mehr Betriebe ihre Zukunft im Biolandbau sehen würden, weil dieser eine wirtschaftliche Perspektive eröffne und dem eigenen Wirken einen zusätzlichen Sinn verleihe. Bio Suisse-Präsident Urs Brändli betonte, dass der Erfolg der Branche in der Marktorientierung liege. Er kündigte an, dass Bio Suisse künftig noch stärker den Fokus auf den Markt richten möchte. "Wir wollen in Zukunft die Konsumentinnen und Konsumenten auf Bio umstellen", so Brändli.
Bund soll Biolandbau fördern
Um den Biolandbau weiter voranzubringen, wünscht sich Bio Suisse mehr Unterstützung vom Bund. "Was in vielen Ländern Europas bereits geschieht, ist in der Schweiz völlig inexistent", beklagte Brändli. Bio Suisse evaluiert derzeit die Nachhaltigkeit der Knospe-Betriebe. Die Untersuchung soll aufzeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Zudem will sich die Knospe-Organisation mit dem Projekt "Avanti 2025" für die Zukunft fit machen. Man wolle die nachhaltigste Marke bleiben, erklärte Brändli. "Wer uns diesen Spitzenplatz streitig machen will, darf gerne antreten", sagte der Bio Suisse-Präsident.

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