Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schweiz: Bio-Branche will mehr Eigenständigkeit in der Berufsbildung

Eine breit angelegte Umfrage der ZHAW zeigt den Bedarf an mehr Bio in der Berufsbildung in Landwirtschaft und Gärtnereien. Eine Allianz von Bio-Organisationen hatte die nun veröffentlichte Studie in Auftrag gegeben, um die Meinung der Basis zu kennen.

Der Bedarf an gut ausgebildetem Personal ist in der Bio-Branche schon heute groß. Bild: GABOT.

Eine breit angelegte Umfrage der ZHAW zeigt den Bedarf an mehr Bio in der Berufsbildung in Landwirtschaft und Gärtnereien. Eine Allianz von Bio-Organisationen hatte die nun veröffentlichte Studie in Auftrag gegeben, um die Meinung der Basis zu kennen.

Das wichtigste Resultat der Umfrage: Mehr als 69% der an der Umfrage Beteiligten sprechen sich für eine eigene Bio-Berufsprüfung für Landwirtschaft, Spezialkulturen und Gärtnereien aus. 66% der Umfrageteilnehmer:innen wünschen sich Lehrpersonen mit spezifischen Bio-Fachkenntnissen. Die Umfrageantworten zeigen zudem, dass auch bei den didaktischen Konzepten eine Innovation erwartet wird – raus aus dem Schulzimmer, rein in die Praxis.

Gesucht: Qualifizierte Betriebsleiter:innen

In den nächsten 15 Jahren werden mehr als die Hälfte der Betriebsleiter:innen in der Landwirtschaft das Pensionsalter erreichen. Dadurch entsteht ein überdurchschnittlich hoher Bedarf an neuen Betriebsleiter:innen für den Biolandbau. Diese sind auf eine gute Ausbildung auf Stufe höhere Berufsbildung angewiesen.

Der Bedarf an gut ausgebildetem Personal ist in der Bio-Branche schon heute groß, wie aus der Studie hervorgeht. 44% der Betriebsleitenden beklagen, zu wenig Personal mit fundierten Kenntnissen zu finden.

Aktuell kein Bio-Abschluss möglich

Will sich ein:e Landwirt:in nach der Lehre (EFZ) weiterbilden, bietet die höhere Berufsbildung mit dem eidgenössischen Fachausweis eine attraktive Perspektive. Im Bio-Landbau gibt es aktuell nur für Demeter-Produzent:innen einen eigenständigen Abschluss auf Niveau der Berufsprüfung. In der Liste der 84 Module für die landwirtschaftliche Berufsprüfung sind gerade einmal sechs Module vollständig und drei Module teilweise auf den Bio-Landbau ausgerichtet.

Aktuell werden die landwirtschaftlichen Berufsprüfungen neu geregelt. Urs Brändli, Präsident von Bio Suisse, sagt: "Die Bio-Branche muss sich jetzt für eine Bio-Berufsprüfung einsetzen und die Chance nutzen."

Breit abgestützte Allianz

Um die Bio-Berufsprüfung für die grüne Branche voranzutreiben, haben sich rund 20 Bio-Organisationen zu einer breit abgestützten Allianz zusammengeschlossen, unter ihnen Bio Suisse, Demeter, das Bioforum Schweiz, Bioterra und die Schweizer Bergheimat. Sie beauftragten die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW im Sommer 2024 mit einer Bedarfsabklärung. An der Umfrage beteiligten sich rund 1.600 Personen aus der Branche.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.