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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schweiz: Aktionsplan Pflanzenschutzmittel auf Kurs
Der schweizer Bundesrat hat den Aktionsplan zur Reduktion der Risiken und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im September 2017 verabschiedet. Mit dem Aktionsplan sollen die Anwendungen von Pflanzenschutzmittel reduziert und die Einträge in die Umwelt miniert werden. Zur Erreichung dieser Ziele hat der Bundesrat 51 Maßnahmen definiert. Einmal pro Jahr beschreiben die verantwortlichen Bundesämter für Umwelt (BAFU), Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und Landwirtschaft (BLW), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sowie Agroscope den Stand der Umsetzung der Maßnahmen in einem Zwischenbericht.
Zwei Jahre nach der Verabschiedung sind bereits wichtige Schritte zur Zielerreichung gemacht. So wurden, um die Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, neue Direktzahlungen für den Anbau mit mechanischer Unkrautbekämpfung als Alternative zu den Herbiziden eingeführt. In den pflanzenschutzintensiven Kulturen Obst, Reben und Zuckerrüben werden neue Beiträge für einen reduzierten Insektizid- und Fungizid-Einsatz vergeben. Diese Beiträge ergänzen die bestehenden Extenso-Beiträge für Ackerkulturen. Die Beteiligung der Landwirte an diesen Programmen steigt. Heute wird über die Hälfte der offenen Ackerfläche ohne Insektizid- und Fungizid-Behandlungen bewirtschaftet. Agroscope hat einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Pflanzenschutzes gesetzt. So sollen mittelfristig weitere Pflanzenschutzmittel-Anwendungen durch alternative Methoden ersetzt werden.
Um die Einträge von Pflanzenschutzmitteln in die Gewässer zu reduzieren, wurden bei der Zulassung strengere Anwendungsvorschriften zur Reduktion der Abschwemmung eingeführt. Moderne Tankinnenreinigungssysteme und der Bau konformer Waschplätze werden gefördert, um Einträge beim Waschen der Spritzen zu verhindern. Verschiedene regionale Projekte wurden gestartet, um lokal die Einträge in die Umwelt weiter zu reduzieren und Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln schneller in die Praxis einzuführen.
Mit der planmäßigen Einführung der neuen Maßnahmen, ist der Aktionsplan auf Kurs. Neben der Weiterentwicklung der restlichen Maßnahmen ist die Umsetzung auf den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben für die Zielerreichung des Aktionsplans elementar und weiter zu unterstützen.

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