Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schleswig-Holstein: Weniger Baumobstanbau

Der Baumobstanbau hat sich in Schleswig-Holstein seit 2017 um 19% verringert.

Der Baumobstanbau geht zurück. Bild: GABOT.

In Schleswig-Holstein wird im Jahr 2022 auf einer Fläche von 506 Hektar (ha) Baumobst ange­baut. Damit hat sich die Anbaufläche seit der letzten Erhebung im Jahr 2017 um rund 19% reduziert. Im gleichen Zeitraum blieb die Anzahl der Obstbaubetriebe hingegen mit 72 Be­trieben fast konstant (2017: 73 Betriebe). Die durchschnittliche Betriebsgröße – gemessen am Umfang der bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen – sank damit auf sieben ha, während es 2017 noch knapp neun ha waren, so das Statistikamt Nord.

Im Kreis Pinneberg befindet sich mit gut 270 ha über die Hälfte (fast 54%) der schleswig-holsteinischen Baumobstflächen. Auch hier lässt sich ein Flächenrückgang innerhalb der letzten fünf Jahre registrieren (-7%). Auf den Kreis Steinburg entfallen gut 13% und auf den Kreis Ostholstein knapp 11% der gesamten Obstanbauflächen.

Aktuell werden 19% der Obstbauflächen ökologisch bewirtschaftet, 2017 waren es noch 14%. Die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe stieg in diesem Zeitraum um vier auf 19 Betriebe.

Der Schwerpunkt des Obstbaus liegt in Schleswig-Holstein weiterhin bei den Äpfeln, die über­wiegend als Tafelobst angebaut werden. Auf 77% der hiesigen Baumobstflächen (390 ha) wachsen die Früchte, deren Anbaufläche damit seit der letzten Erhebung um knapp 90 ha bzw. rund 18% sank. Der größte Flächenanteil entfällt mit knapp 26% nach wie vor auf die Apfelsorte „Elstar“, die allerdings gleichzeitig einen Flächenrückgang um rund 16 ha verzeichnete. Auch die Anbauflächen der Sorten „Braeburn“, „Boskoop/Roter Boskoop“ und „Holsteiner Cox“ sanken um bis zu 50%. Dagegen erfreuen sich die im Anbausorti­ment neueren Sorten „Diwa/Junami“, „Topaz“ und „Wellant“ steigender Beliebtheit, die sich in deutlichen Flächenzuwächsen widerspiegeln.

Süßkirschen wachsen derzeit auf 60 ha, 2017 waren es noch 66 ha. Birnenbäume stehen in diesem Jahr auf gut 19 ha, die von 34 Betrieben bewirtschaftet werden. Damit veränderten sich sowohl die Anbauflächen (-knapp 3%) als auch die Anzahl der Betriebe (-knapp 4%) kaum. Im Gegensatz dazu verringerte sich die Produktionsfläche der Sauerkirschen seit der letzten Erhebung deutlich um 23 ha auf 14 ha. (Statistikamt Nord)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.