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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Schleswig-Holstein: Niedrige Erntemenge bei Gemüse
Die Anbaufläche in Schleswig-Holstein sank im Vergleich zum Erhebungsjahr 2017 um 6%, so das Statistikamt Nord. Im Durchschnitt produzierte somit jeder Betrieb auf knapp 18 Hektar Anbaufläche Gemüse und Erdbeeren. Die Erntemenge von Freilandgemüse betrug insgesamt rund 264.500 Tonnen und lag damit gut 14% unter dem Vorjahresergebnis. Die lang anhaltende Trockenheit und Hitze im Sommerhalbjahr des vergangenen Jahres sorgte bei vielen Gemüsearten für Mindererträge. Auf dem größten Teil der Freilandflächen wurden Kopfkohl, Möhren und Spargel angebaut. Die Kopfkohlanbaufläche (Rot-, Weiß- und Wirsingkohl) umfasste 2.987 Hektar und nutzte 48% der gesamten Gemüseanbauflächen im Freiland. Hauptkohlart war der Weißkohl mit einem Anbauumfang von 2.299 ha. Dieser erzielte einen Durchschnittsertrag von 674 Dezitonnen je Hektar und erreichte damit nicht den sechsjährigen Durchschnitt in Höhe von 742 Dezitonnen je Hektar. Der 2018 ermittelte Weißkohlertrag ist der niedrigste seit 30 Jahren.
Im Erhebungsjahr 2018 wurde von 50 Betrieben auf 497 Hektar über 1.800 Tonnen Spargel produziert. 188 Hektar der Spargelfläche lagen im Raum Lübeck und Herzogtum Lauenburg, die rund 38% der schleswig-holsteinischen Spargelanbaufläche umfassten.
Erdbeeren wurden von 84 Betrieben auf einer Freilandfläche von insgesamt 950 Hektar erzeugt. Dies beinhaltet Neuanpflanzungen im Umfang von 240 Hektar, die im Erhebungsjahr noch nicht geerntet wurden. Das trockene, warme Wetter reduzierte den Durchschnittsertrag auf nur 93,1 Dezitonnen je Hektar. Das ist der niedrigste Wert seit 2004. So konnten nur rund 6.610 Tonnen der beliebten Früchte geerntet werden.
Der Gemüseanbau unter Gewächshäusern und hohen Folientunnel (sog. „hohe begehbare Schutzabdeckungen“) umfasste knapp 31 Hektar, die von 74 Betrieben bewirtschaftet wurden.
Knapp ein Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland (1.305 Hektar) wurde nach ökologischen Richtlinien von 79 Betrieben bewirtschaftet. In Schleswig-Holstein wurden bereits knapp 15% der gesamten Gemüseerntemenge ökologisch produziert. (Statistikamt Nord)

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