Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Schleswig-Holstein: Erste Samenplantage für gebietseigene Sträucher eröffnet

Schleswig-Holstein stärkt die Versorgung mit heimischem Saatgut für Baumschulen, den Waldumbau, Ausgleichsflächen und Renaturierungsprojekte.

Die SHLF sichern die Versorgung mit gebietseigenem Saatgut. Bild: GABOT.

Heute eröffnete Forstministerin Cornelia Schmachtenberg gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) die erste Samenplantage für gebietseigene bzw. heimische Sträucher in der Försterei Hasselbusch bei Heidmoor. Gleichzeitig entstehen auf dem Gelände neue Waldflächen. 

„Wir nehmen die Herausforderung, qualitativ hochwertiges gebietseigenes Saatgut im Land verfügbar zu machen, sehr ernst. Mit dieser Samenplantage schaffen wir eine wichtige Grundlage für die heimischen Baumschulen und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Neuwaldbildung in Schleswig-Holstein“, sagte Forstministerin Schmachtenberg bei der Eröffnung. 

Seit dem 2. März 2020 schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, dass bei Pflanzmaßnahmen in der freien Landschaft nur Saat- und Pflanzgut aus der jeweiligen natürlichen Herkunft verwendet werden darf. Besonders für Sträucher war dies bisher eine Herausforderung: Das zertifizierte Pflanzgut ist am Markt oft nur begrenzt verfügbar, da die Nachzucht aufwendig ist. Engpässe betreffen unter anderem Ausgleichsflächen und Ersatzmaßnahmen bei Infrastrukturprojekten. 

„Bei Waldbäumen achten wir seit Jahrzehnten darauf, nur geeignetes Saatgut aus heimischen Herkünften zu verwenden. Diese Erfahrungen übertragen wir nun auch auf Sträucher. So sichern wir genetische Vielfalt, biologische Anpassungsfähigkeit und einen gesunden Naturhaushalt“, erklärte Dr. Chris Freise, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. 

Die SHLF sichern die Versorgung mit gebietseigenem Saatgut künftig über zwei Wege: spezielle Saatgutplantagen und natürliche Saatgutbestände in den Wäldern. Saatgutplantagen liefern größere Mengen und lassen sich technisch einfacher ernten, unterliegen aber höheren Kosten und strengeren Zulassungsanforderungen. Natürliche Bestände sind einfacher anzulegen, die Ernte ist dafür aufwendiger. Durch diese Kombination stellt das Land langfristig sicher, dass mehr heimisches Saatgut für Pflanzungen, Renaturierungen und Ausgleichsmaßnahmen verfügbar ist. 

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.