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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Saisonbilanz: Spargel aus Niedersachsen weiter beliebt
„Wenn man bescheiden ist, ist man schneller zufrieden und nach dem Trockenjahr 2018 erst recht“, zieht Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen eine erste Bilanz für die diesjährige Spargelsaison. Schon Ende März konnten Niedersachsens Spargelanbauer mit dem Stechen beginnen, sodass die frühen und mittleren Sorten abgeerntet sind. Aktuell sind nun die späten Sorten dran, bis zum Saisonende am 24. Juni wird den Verbrauchern ausreichend Spargel zur Verfügung stehen, erklärt Eickhorst gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Dass der Mai nach dem warmen Auftakt recht kalt war, machte den Spargelanbauern wenig aus. „Der Spargel braucht nicht das ganz warme Wetter. Die milden Temperaturen sorgten für eine auskömmliche Menge. Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen, die Anbaubetriebe erzielten ihre Erlöse am Markt und sind durchweg zufrieden“, berichtet Eickhorst. Neue Techniken und produktivere Sorten mit nur wenigen dünnen Stangen beleben zudem das Spargelangebot. Auf den Betrieben gab es auch ausreichend Erntehelfer. „Es ist kein Spargel auf dem Acker geblieben, stellt Eickhorst trotz der angespannten Arbeitskräftesituation fest. Der frühe und schnelle Beginn der Saison habe einige Betriebe zwar überrascht, hier fehlten anfänglich Erntehelfer. Doch im Laufe der Saison gab es genügend fleißige Mitarbeiter, die die edlen Stangen vorsichtig aus der Erde holten.
Auf 5.700 Hektar (ha) wird in Niedersachsen die „Königin des Gemüses“ angebaut. Hätte Fred Eickhorst einen Wunsch frei, dann wäre es eine kleinere Anbaufläche. „Für normales Wetter haben wir zu viele Spargelfelder“, sagt Eickhorst. Doch sein Wunsch macht nur Sinn, wenn auch der Verbraucher bereit ist, während der Spargelzeit regional zu kaufen. „Die Diskussion aktuell in der Gesellschaft ist groß, aber getan wird das Gegenteil. Es werden vermehrt Früchte aus dem Ausland gekauft,“ zeigt Eickhorst auf. Würde der Verbraucher regional und saisonal kaufen, könnten CO2-Ausstoß und Verpackungsmaterial reduziert werden. Das ist sehr gut am Trend-Obst Heidelbeere zu erkennen. „Zurzeit gibt es nur spanische Ware, es herrscht großer Preisdruck. Bei uns beginnt die Heidelbeerernte erst im Juli“, schildert der Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer. Der Verbraucher handle hier wenig konsequent und dürfe durchaus saisonaler und regionaler einkaufen. (LPD)

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