Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Saisonarbeitskräfte: AMK-Beschluss greift zu kurz

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) sieht den Beschluss der Agrarministerkonferenz (AMK) zu Saisonarbeitskräften kritisch. Zwar erkennen die Länder die zentrale Bedeutung von Saisonarbeitskräften (SAK) für die heimische Obst-, Gemüse- und Gartenbauproduktion ausdrücklich an, die vorgeschlagenen Maßnahmen lösen jedoch die drängendsten Probleme der Betriebe nur teilweise.

Der Mangel an Saisonarbeitskräften verschärft sich seit Jahren. Bild: GABOT.

„Für die Betriebe steht nicht die Frage im Vordergrund, ob eine kurzfristige Beschäftigung 90 oder 140 Tage dauern darf. Viel wichtiger sind verlässliche Möglichkeiten, die SAK rechtssicher sozialversicherungsfrei zu beschäftigen“, erklärt die stellvertretende ZVG-Generalsekretärin Annette Weißenborn. Die Frage der Nicht- Berufsmäßigkeit der Beschäftigung (sogenannte Regelung für Hausmänner und- frauen) müsse endlich rechtssicher geregelt werden. Das Haftungsrisiko der Betriebe für die kompletten Beträge zur Sozialversicherung sei immens.

Der Mangel an Saisonarbeitskräften verschärft sich seit Jahren. Gleichzeitig scheitern bestehende Vermittlungsabsprachen mit Drittstaaten vielfach an bürokratischen Hürden und mangelnder Praxistauglichkeit. Der ZVG begrüßt daher grundsätzlich die Forderung der Agrarminister nach neuen bilateralen Vermittlungsabsprachen mit weiteren Herkunftsländern. Im Übrigen muss auch die Beschränkung für Arbeitskräfte aus Drittstaaten, dass diese keine Erntetätigkeiten verrichten dürfen, entfallen. Entscheidend sei nun, dass Bund und zuständige Behörden diese Verfahren zügig, verlässlich und betriebsnah ausgestalten. (ZVG)

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