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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Saatguttresor auf Spitzbergen: Bleser besucht gemeinsames Erbe
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat am 28. Februar 2015 den Saatguttresor auf Spitzbergen besucht. Er machte sich hierbei ein umfassendes Bild des auch von Deutschland finanziell unterstützten, außergewöhnlichen Projektes. „Hier bewahren wir das gemeinsame Erbe aus über 10.000 Jahren landwirtschaftlicher Tätigkeit. Diese Vielfalt bildet das Ausgangsmaterial, um die globalen Herausforderungen zu meistern. Die Sicherung der Welternährung– auch angesichts des Klimawandels – gelingt nur mit intensiver Forschung und Zusammenarbeit“, äußerte der Staatssekretär bei seinem Besuch des Globalen Saatguttresor (engl. Svalbard Global Seed Vault) auf Spitzbergen. „Die Vielfalt der Nutzpflanzen und das Wissen über Anbau, Vermehrung und Nutzung sind ein bedeutender Teil unseres kulturellen Erbes“, so Bleser.
Der im Februar 2008 eröffnete Saatguttresor beherbergt heute 825.000 Nutzpflanzen-Muster. In der bunkerähnlichen Anlage wird das Saatgut bei -18°C gelagert. Sollte das Kühlsystem einmal ausfallen, sorgt der Dauerfrostboden dafür, dass die Temperatur nicht über -3,5°C ansteigt.
Auch die Bundeszentrale Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen hat hier ca. 42.000 Muster eingelagert. Der letzte Transport erfolgte im November 2014. Der Leiter der Genbank, Prof. Andreas Graner, bekräftigte die Bedeutung des Saatguttresors als Rückversicherung für Katastrophenfälle: „Unser Ziel ist es, Kopien unserer gesamten Saatgutsammlung hier zu hinterlegen.“
Die Einrichtung ist Teil der umfassenden Strategie des auch von Deutschland unterstützten Globalen Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt zur Förderung eines effektiven weltumspannenden Netzwerks von Sammlungen der wichtigsten Nutzpflanzen. Der Fond ist neben dem Internationalen Saatgutvertrag ein zentrales Instrument, um die globale Abstimmung der nationalen Strategien und Sammlungen zu verbessern und so die verfügbaren Ressourcen effizienter zu nutzen. Er ist Teil der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitgeschaffenen globalen Architektur für die Erhaltung der biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft.

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