Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

RWZ: In Frankreich neu aufgestellt

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main AG (RWZ) und die schweizerische GVS Agrar AG ordnen ihre bislang im 50/50-Joint-Venture unter dem Namen Agro Rhin SAS betriebenen französischen Agrartechnikaktivitäten neu aus.

Neue Standorte in der Champagne – Umstrukturierung der Agro Rhin. Bild: RWZ-Agrartechnik.

Konkret wird die Agro Rhin in zwei regional fokussierte Unternehmen aufgeteilt, welche dann jeweils zu 100% alleine von einem der beiden vormaligen Allianzpartner betrieben werden. Von den insgesamt 22 Standorten der Agro Rhin gehen 13 an die RWZ (rund 70% des Umsatzes) und neun entlang der schweizerischen Grenze an die GVS.

Der Vorstandsvorsitzende der RWZ, Christoph Kempkes, erläutert die Veränderungen: „Gemeinsam mit der GVS haben wir in nur wenigen Jahren einen in Frankreich führenden AGCO-Händler aufgebaut. Das hätte keiner von uns beiden alleine so schnell geschafft. Deshalb blicken wir mit Stolz und Zufriedenheit auf diese Allianz zurück. Jetzt haben sich aber in beiden Unternehmen die Interessenlagen verändert und wir gehen im Guten auseinander. Der kurze Draht für etwaige themenbezogene Kooperationen bleibt bestehen.“

Praktisch zeitgleich mit dem Ausscheiden der GVS aus der Agro Rhin übernimmt letztere den Agrartechnikhändler Basset in der Champagne. Christian Seelmann, Leiter der RWZ-Agrartechnik und als solcher auch federführend in Frankreich und Österreich, sagt: „Frankreich ist für uns eine Erfolgsgeschichte. Wir sind hier weiter im Vorwärtsgang und erwerben mit Basset ein solides Unternehmen in einer hoch-attraktiven Region, welche in puncto dortiger Anbaukulturen sehr gut zu unseren Expertisen passt.“

Der Schwerpunkt von Basset liegt neben dem Verkauf von Maschinen vor allem bei der kundenspezifischen Konfiguration und Reparatur von Weinbautechnik. Die Hauptmarken sind Bobard mit dem Hauptprodukt ‚Überzeilentraktor‘ und Massey Ferguson. Der bisherige Inhaber Jean-Michel Basset verbleibt zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Sylvain Boubert als Geschäftsführung im Unternehmen. Alle 50 Mitarbeitenden werden übernommen. Verkaufs- und Servicedienstleistungen werden an drei Standorten erbracht, namentlich in Channes, Polisot und Bar-sur-Aube.

Insgesamt hat die RWZ in Frankreich somit ein Agrartechniknetz mit 16 Standorten. (RWZ-Agrartechnik)

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