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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Rukwied: Kürzungen sind das falsche Signal
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erklärt: „Angesichts der Liquiditätskrise in der Landwirtschaft sind Kürzungen das falsche Signal."
Der Entwurf zum Agrarhaushalt 2027 sei ein Kürzungsplan für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume. Besonders stark kritisiert der DBV die vorgesehenen Kürzungen beim Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung von derzeit 120 Mio. Euro auf 90 Mio. Euro sowie bei der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK), deren Bundesanteil um mehr als 50 Mio. Euro reduziert werden soll. Hinzu kommen Einschnitte bei Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation.
„Damit die von Bundesminister Rainer angekündigten Stabilisierungsmaßnahmen umgesetzt werden können, braucht es frisches Geld“, fordert Bauernpräsident Rukwied. „Gerade die Kürzungen bei der GAK und der landwirtschaftlichen Unfallversicherung treffen die Betriebe unmittelbar. Damit werden Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit, Klimaanpassung, Tierwohl und die Entwicklung ländlicher Räume ausgebremst. Der vorliegende Vorschlag wird der wirtschaftlich prekären Lage der Betriebe in keiner Weise gerecht. Die deutlich niedrigeren Ernteerträge bei niedrigeren Erzeugerpreisen auf der einen Seite und den hohen Kosten für Betriebsmittel, wie Arbeit, Diesel und Düngemittel, auf der anderen Seite, belasten die Liquidität vieler Betriebe enorm“, so Rukwied.
Mit Blick auf die nun beginnenden Beratungen im Haushaltsausschuss appelliert der Bauernpräsident an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: „Die Fehlentwicklungen des Regierungsentwurfs müssen in den kommenden Wochen korrigiert werden. Die Landwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine auskömmliche Ausstattung zentraler Förderinstrumente. Wer eine starke heimische Landwirtschaft, mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum und mehr Resilienz gegenüber Krisen will, muss dies auch finanziell unterlegen.“
Hintergrund
Der Bundestag berät am 10. September 2026 in erster Lesung über den Agrarhaushalt 2027. Für das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sind Ausgaben von rund 6,97 Mrd. Euro vorgesehen.

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