Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

RLV: Obstbauern pflanzen regelmäßig neue Bäume

Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer berichtet das Obstbauern in den Wintermonaten eine Vielzahl anderer Aufgaben zu erledigen haben.

Bei der Sortenwahl achtet der Obstbauer darauf, Sorten auszuwählen, die für den jeweiligen Standort geeignet sind. Bild: Sabine Weis.

Neben dem Schneiden der Obstbäume haben die Obstbauern in den Wintermonaten eine Vielzahl anderer Aufgaben zu erledigen. Hierzu zählt an frostfreien Tagen auch das Pflanzen von Obstbäumen, so der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

Die meisten Apfelbäume bleiben in den rheinischen Obstanlagen circa 12 bis 15 Jahre stehen. Nach dieser Zeit lässt die Qualität der Früchte nach, so dass die Bäume ersetzt werden müssen. Diese kurze Lebensdauer ist auf die Wurzel der Bäume zurückzuführen, die sogenannte Unterlage, die dafür sorgt, dass die Bäume nur schwach wachsen und ohne auf Leitern zu klettern vollständig beerntet werden können. Die Lebensdauer der sogenannten schwach wachsenden Unterlagen ist nur kurz.

In der Regel beziehen die Obstbauern ihre neuen Bäume aus speziellen Obstbaumschulen. Dort werden die verschiedenen Sorten auf die von den Obstbauern gewünschten Unterlagen veredelt. Je nach Wüchsigkeit des Standortes wählt der Obstbauer verschiedene, für den jeweiligen Standort besonders geeignete Unterlagen für seine Bestellung aus. Dabei muss er darauf achten, ob auf der Fläche, auf der die Obstbäume gepflanzt werden sollen, vorher bereits Apfelbäume gestanden haben. Denn im sogenannten „Nachbau“ wachsen die Bäume schwächer. Selbst wenn die großen Wurzeln der alten Bäume aufwendig entfernt wurden, entstehen beim Verrotten der feinen Wurzeln Abbauprodukte, die das Wachstum der neuen Bäume bremsen. Deshalb empfiehlt es sich gerade für Hausgärten, niemals Apfelbäume nach Apfelbäumen zu pflanzen. Gleiches gilt aber auch für die übrigen Obstarten, so dass sich ein Wechsel zwischen Kern- und Steinobst empfiehlt.

Auch bei der Sortenwahl achtet der Obstbauer darauf, Sorten auszuwählen, die für den jeweiligen Standort geeignet sind. Daneben beobachtet er sehr sorgfältig die Marktgegebenheiten. Denn auch Apfelsorten unterliegen einer „Mode“. Diese Mode wechselt zwar nicht so schnell wie bei der Bekleidung, die Vorlieben der Verbraucher in Bezug auf den Geschmack und das Aussehen der Apfelsorten verändern sich aber auch im Laufe der Zeit.

Die Neupflanzung einer Apfelanlage ist mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Denn nicht nur die Bäume müssen angeschafft werden. Die schwach wachsenden Apfelbäume sind nicht sehr standfest, so dass sie durch Pfähle oder einen Draht gestützt werden müssen. Darüber hinaus müssen aber auch Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um die Bäume vor Frost und Hagel zu schützen. So installieren viele Obstbauern gleich bei der Neupflanzung Bewässerungsanlagen, die die Bäume vor Blütenfrösten schützen sollen. In immer mehr Obstanlagen werden aber auch Hagelnetze eingeplant, die in den Sommermonaten Hagelschäden abwenden.

Auch in den Hausgärten können jetzt an frostfreien Tagen Obstbäume gepflanzt werden. (RLV)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.