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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
RLV: Ernte durch freiwillige Helfer sicherstellen
Mit dem Wegfall der Erntehelfer aus Rumänien und Bulgarien, die im Zuge der Corona-Pandemie nicht mehr einreisen dürfen, suchen viele Obst- und Gemüsebauern derzeit händeringend nach Helfern, die sie bei der Ernte von Spargel, Erdbeeren und Rhabarber oder beim Pflanzen von Gemüse unterstützen.
Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin. Die Betriebe seien jetzt darauf angewiesen, dass ihre osteuropäischen Saisonarbeitskräfte, die üblicherweise für einige Monate nach Deutschland zur Arbeit kommen und in dieser Zeit ganztägig beschäftigt werden, jetzt durch Freiwillige ersetzt werden. Ansonsten könne die Ernte nicht eingebracht werden.
Viele Freiwillige hätten sich schon gemeldet, um auf den Feldern mitzuhelfen. „Darüber freuen wir uns sehr und sind wirklich dankbar für die vielen Hilfsangebote“, so Christoph Nagelschmitz, Präsident des Provinzialverbandes. Er sei überwältigt von der hohen Zahl der Freiwilligen. Allein über die eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse hätten sich inzwischen fast 3.000 Hilfswillige gemeldet. Viele Freiwillige locke die Aussicht auf einen Job an der frischen Luft und einen Nebenverdienst in diesen schwierigen Tagen.
„Wir möchten den Helfern vorab aber auch ehrlich sagen, was auf sie zukommt, damit sie nach der Aufnahme einer Tätigkeit in landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben nicht enttäuscht sind“, so Nagelschmitz. Die jetzt anstehende Ernte von Spargel, Erdbeeren und Rhabarber etwa kann überwiegend nur im Bücken ausgeübt werden und verlangt deshalb körperliche Fitness und Belastbarkeit. Das trifft in ähnlicher Form auch auf viele andere demnächst anstehende Arbeiten zu.
„Für unsere Betriebe ist neben den körperlichen Voraussetzungen besonders wichtig, dass Freiwillige in die bestehenden Arbeitsabläufe integriert werden können. Das setzt einen regelmäßigen Einsatz zu vorgegebenen Tageszeiten voraus, damit die Betriebe planen können“, betonte Nagelschmitz. „Das Wetter und der Markt sind leider unnachgiebig – hier müssen wir oft schnell reagieren“. Es sei für die allgemeine Sicherheit außerdem wichtig, zu viele Personalwechsel zu vermeiden. „Auch die Landwirte und Gärtner müssen darauf achten, dass ihre Mitarbeiter – einschließlich der freiwilligen Helfer – und sie selbst möglichst wenig Kontakte zu anderen Menschen haben“, so der Präsident.
Freiwillige, die Landwirte und Gärtner unterstützen möchten, können sich auf den Online-Plattformen www.saisonarbeit-in-deutschland.de und www.daslandhilft.de anmelden. (LRV)

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