Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

RLV: Die Landwirtschaft braucht auch weiterhin Minijobs

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer lehnen den Vorschlag Nr. 26 der Alterssicherungskommission zur generellen Abschaffung von Minijobs mit Ausnahme von Schülerinnen und Schülern ab.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband e.V. (RLV) ist die Interessenvertretung und Berufsvertretung für etwa 15.000 bäuerliche Familienbetriebe im Rheinland (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf).

In einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann betonten die Präsidenten beider Verbände, Erich Gussen und Georg Boekels, dass Minijobs gerade in der Landwirtschaft unverzichtbar seien. „Minijobs sind ein wichtiges Instrument, um Arbeitsspitzen zu brechen. Die in unseren Betrieben tätigen Minijobber erbringen ihre Arbeitsleistung oftmals während des Urlaubs in ihrem Hauptbeschäftigungsverhältnis, um etwa während der Ernte als zusätzliche Arbeitskräfte zur Verfügung zu stehen“, so RLV-Präsident Gussen. Regelmäßig würden für kurze Zeiträume solche Arbeitskräfte benötigt.

„Der Einsatz von Minijobbern ist witterungsbedingt oft nur kurzfristig planbar. Hinzu kommt, dass der deutlich steigende Mindestlohn eine dauerhafte Einstellung von zusätzlichen Arbeitskräften nicht mehr wirtschaftlich zulässt“, betont der Präsident des Provinzialverbandes, Georg Boekels. Weiterhin gelte anzumerken, dass insbesondere Rentner, Studierende oder Hausfrauen leider einen Minijob benötigten, um finanziell über die Runden zu kommen. Ein solcher Minijob werde durch zusätzliche Sozialversicherungsabgaben für diese Personengruppen erheblich verteuert und damit im Ergebnis unattraktiv, so Boekels.

Die Landwirtschaft benötige beim Thema Minijobs Planungssicherheit. Insofern wären die kürzlichen Aussagen von Bundeskanzler Merz und Arbeitsministerin Bas hierzu nach dem Koalitionsausschusstreffen von Union und SPD wenig hilfreich. Vielmehr werde deutlich, dass noch nicht genau feststehe, wie es beim Thema Minijobs konkret weitergehe, so die beiden Präsidenten.

Sie baten Minister Laumann in ihrem Schreiben, sich im Zuge der weiteren Beratungen über die ausgesprochenen Empfehlungen der Alterssicherungskommission für den generellen Erhalt der Minijobs einzusetzen. „Hiervon würden auch andere Branchen profitieren, etwa das Hotel- und Gaststättengewerbe oder der Einzelhandel, die von Minijobs mindestens genauso abhängig sind wie die Landwirtschaft“, stellten Gussen und Boekels fest.

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