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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Risikomanagement: Agrarminister tagen in Tallin
Vom 3. bis 5. September 2017 trafen sich die EU-Agrarminister zu einer informellen Tagung in Tallin, der Hauptstadt Estlands. Die estnische Ratspräsidentschaft hatte vor allem zu Beratungen zu einer zukünftigen Strategie für Risikomanagement nach 2020 in der Landwirtschaft eingeladen. Laut Agrarkommissar Phil Hogan steht eine stärkere Förderung des Risikomanagements in der Landwirtschaft unter Finanzierungsvorbehalt. Da das Budget der EU durch den Austritt Großbritanniens um mehrere Mrd. verringert werde, sind weitere Maßnahmen im Bereich Landwirtschaft derzeit nur schwer planbar. Trotz allem betonte Hogan, dass Maßnahmen zu Risikoabsicherung erforderlich seien.
Estlands Landwirtschaftsminister, Tarmo Tamm, plädierte für den Aufbau von Investmentfonds, die in Teilen die Verantwortung für das Risikomanagement übernehmen sollten, sowie einen Grundversicherungsschutz zur Abfederung der landwirtschaftlichen Einkommensrisiken. Zudem sollten Versicherungen gegen klimabedingte Produktionsausfälle gestärkt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sprach sich bei dem Ratstreffen für eine Stärkung des Risikomanagements der Landwirte aus. Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) fordert seit Jahren staatlich geförderte Risikomanagement-Instrumente. Diese sowohl über die Möglichkeit einer Risikoausgleichsrücklage als auch innerhalb der neuen EU-Gesetzgebung zur Pflanzengesundheit. Zuletzt forderte der ZVG in der EU-Konsultation zu einer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eine stärkere Ausrichtung der GAP Richtung Risikomanagement. (ZVG)

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