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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
RiPlant: Kaffeepflanzen aus den Allgäuer Bergen
Was wie eine verrückte Idee klingt, ist Realität. Und nicht nur Kaffee-, es können auch Wasabi- oder Edelweißpflanzen sein. Seit Richard Petri, bekannt für den Miterfolg der „Pink Kisses®“-Kampagne, sich 2019 selbstständig gemacht hat, spezialisiert er sich auf verbraucherrelevante Pflanzenkonzepte. „Ich bin überzeugt, dass die Breite eines Sortimentsangebotes nicht immer der richtige Hebel ist, um Verbraucher zu erreichen. Vielmehr gewinnen emotionale Dimensionen wie Regionalität und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung, besonders bei jüngeren Zielgruppen.“ Dies hat er nun zielstrebig mit seinem Unternehmen, der RiPlant AG mit dem Webshop www.riplant.me umgesetzt.
Neben bekannten Gräsern, blühenden Stauden und Grünpflanzen sind auch einige Besonderheiten wie Shiso, ein Gewürzkraut aus Fernost oder Bulbine medicus, eine Heilpflanze aus Afrika bei riplant.me zu finden. Alle Pflanzen sind in Produktkonzepten eingebunden, um den Verbraucher leichter im „online“ zu führen. Zudem wurden aufwendige Produktvideos gedreht, um auch Nicht-Gärtnern, die Pflege der grünen Lieblinge zu erleichtern.
„Das Projekt ist ungemein spannend für unsere Familiengärtnerei“, sagt Lukas Hauf, der Petri mit seinem Produktionsbetrieb zur Seite steht. Auf 800 m ü.M. betreibt der umtriebige Junggärtner in der dritten Generation die größte Gärtnerei des Westallgäus. Er zieht die von Petri beworbenen Pflanzen groß und zwar in PCR-Töpfen, also Töpfen aus recyceltem Haushaltsplastik. Verpackt werden die Pflanzen an Ort und Stelle in einem eigens dafür entwickelten Postversandkarton des Allgäuer Verpackungsspezialisten BayPack GmbH. „Bis auf den Recycling-Topf verwenden wir überhaupt kein Plastik und sparen auch sonst mit Packmaterial.“ Das Onlineangebot soll keineswegs den Einkauf im Gartencenter ersetzen. Es ist vielmehr als attraktives Zusatzangebot gedacht, das sich vor allem an Menschen richtet, die sich andernfalls im fachfremden Handel mit Pflanzen eindecken.
Mit der Einführung des „AlpenCent“ spendet Petri 0,10 Euro pro Pflanze für Mensch und Natur in die afrikanischen Alpen. Das äthiopische Gemeindeschutzgebiet Guassa auf über 3000 m Höhe unterstützt Petri schon seit Jahren privat. Es ist einer der letzten Orte Afrikas mit intakter afromontaner Vegetation und extrem seltenen Tierarten. In den tieferen Lagen wächst köstlicher Bergkaffee, für den Äthiopien berühmt ist. Von den Spenden wird die Imkerei am Rande des Schutzgebietes gefördert. Honig ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel für die Landbevölkerung, gleichzeitig erhalten die Bienen die Biodiversität der bedrohten Bergflora.
Petri wird seinen Webshop auch auf der spoga+gafa 2020 in Köln erstmals dem Fachpublikum vorstellen. (RiPlant)

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