Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Rheinland-Pfalz: Apfelernte leicht überdurchschnittlich

Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr eine Gesamternte von 48.000 Tonnen Baumobst einfahren. Dies entspricht einer Steigerung von 6% im Vergleich zum Vorjahr. Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 wurde jedoch um 4% verfehlt.

Erntemengen von Baumobst 2014 bis 2020. Bild: Statistisches Landesamt Rheinland Pfalz.

Bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, dem Apfel, fällt die Erntemenge leicht überdurchschnittlich aus: Es wird von einer Gesamterntemenge von rund 26.400 Tonnen ausgegangen. Das wären 200 Tonnen mehr als der Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019. Gegenüber dem schwachen Apfeljahr 2019 beträgt die Zunahme 31%. Rechnerisch stünden somit jedem Einwohner 6,4 Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung; das würde rund ein Viertel des Pro-Kopf-Verbrauchs decken, der 2018/19 bei 25,5 Kilogramm lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut. Der Hektarertrag wird auf rund 19 Tonnen geschätzt. Der Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 beträgt 19,1 Tonnen je Hektar.

Nach den Feststellungen der Ernteberichterstatterinnen und -berichterstatter brachten die anderen Obstarten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Gesamterntemengen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit einer Erntemenge von 2.500 Tonnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielen (-14% im Vergleich zu 2019).

Bei den Süß- sowie Sauerkirschen wurde für die Gesamterntemenge im Vergleich zu 2019 ein Rückgang von 23 bzw. 16% ermittelt. Auch der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 wird voraussichtlich um zwei bzw. 12,5% verfehlt. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Die geschätzte rheinland-pfälzische Gesamterntemenge beträgt 3.400 Tonnen, der Durchschnittsertrag 5,3 Tonnen je Hektar. Auf den 562 Hektar mit Sauerkirschen wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von 7,9 Tonnen erzielt, der den Mittelwert der Jahre 2014 bis 2019 (8,6 Tonnen/Hektar) um 8% unterschreitet. Die Erntemenge beläuft sich auf 4.400 Tonnen.

Die Flächenangaben beziehen sich auf die Baumobstanbauerhebung 2017. (Statistisches Landesamt Rheinland Pfalz)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.