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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Rentenbank-Agrarbarometer: Stimmung sinkt
Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage unter den befragten Landwirtinnen und Landwirten ist von 2,3 auf 1,6 Punkte gesunken. Das ist der niedrigste Wert dieses Jahres. Während die Verkaufspreise für tierische Erzeugnisse weiterhin positiv gesehen werden, belasten vor allem die niedrigen Preise für pflanzliche Produkte die Stimmung. Entsprechend bewerten tierhaltende Betriebe ihre wirtschaftliche Lage derzeit besser als Ackerbaubetriebe. Insgesamt schätzen immerhin noch 79% und damit der größte Teil der Befragten ihre Lage als befriedigend oder besser ein (vorherige Umfrage 84%).
Allerdings sind die Zukunftserwartungen bei den Befragten pessimistisch. Nur noch 60% der Betriebe bewerten ihre Zukunft mit befriedigend oder besser, nach 67% in der Sommerumfrage. Der Wert für die Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Lage in zwei bis drei Jahren sank entsprechend von -2,4 auf -3,7 Punkte. Begründet werden die negativen Zukunftsaussichten vor allem mit der aktuellen Agrarpolitik und der Erwartung steigender Betriebsmittelpreise. Hinzu kommen Unsicherheiten durch Umweltauflagen, Bürokratie und mangelnde Planungssicherheit. Alles Themen, die die Branche schon lange bewegen.
Bei den Investitionstätigkeiten der Landwirte wirkte noch die positive Stimmung nach, sie blieben nahezu konstant: 75% der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten investiert zu haben (vorher 77%). Besonders hoch war laut Befragung das Investitionsvolumen in Stallbauten. Die Förderzusagen der Rentenbank für Stallbauten bestätigen dies. Per Ende September stieg das zugesagte Volumen auf rund 243 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (rund 201 Mio. Euro) an.
Die Investitionsbereitschaft für die kommenden 12 Monate ist dagegen gesunken – 60% der befragten Landwirtinnen und Landwirte planen weitere Investitionen (vorher 65%).
„Die Ergebnisse des Rentenbank-Agrarbarometers spiegeln die aktuelle Stimmung in der deutschen Wirtschaft wider, wie sie auch im ifo-Geschäftsklimaindex sichtbar wird. Sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Gesamtwirtschaft nehmen Unsicherheit und Pessimismus zu. Die Gründe sind ähnlich: gestiegene Kosten, politische Unsicherheiten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft prägen das Bild. Die Parallelen unterstreichen, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und zielgerichtete Förderung für die Zukunftsfähigkeit der Branche sind“, so Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank. „Die Rentenbank wird ihr Engagement weiter verstärken, um die Landwirtinnen und Landwirte in herausfordernden Zeiten zu unterstützen.“, so Steinbock weiter.
Die Rentenbank hat nicht nur mit ihrem im vergangenen Jahr gestarteten "Förderprogramm für Stallumbauten für mehr Tierwohl" Anreize für Investitionen gesetzt. Der „Zuschuss Klimabilanz“ sowie der seit Anfang Oktober gewährte „Zinsbonus Klimabilanz“ sind weitere Instrumente, die die Landwirtschaft bei der Bewältigung aktueller und künftiger Herausforderungen begleiten und auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld dringend erforderliche Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und damit in die Zukunft der Betriebe unterstützen.
Im Verlauf des Jahres 2025 verzeichnete die Rentenbank bislang einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Programmkrediten. Das Neugeschäft erreichte bis zum 30. September 4,6 Mrd. Euro und lag damit rund 72/ über dem Vorjahreswert. Auch für den Endjahresspurt wird mit einem soliden Neugeschäft gerechnet.

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