- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Rapid: Feiert 75 Jahre-Jubiläum des Voit...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Rapid: Feiert 75 Jahre-Jubiläum des Voiturette "R"
Die Grundlagen für das Kleinstauto erarbeitete der österreichisch-ungarische Ingenieur Josef Ganz vor dem zweiten Weltkrieg. Es war Ganz's Ziel, dass sich damals jedermann ein kleines, einfaches Auto leisten kann. Leider hatte er als Erfinder schlechte Karten. Als Jude wurde ab 1934 schikaniert und verhaftet. Das tragischerweise, nachdem er zuvor mit seinem Standard Superior ein dem später erfolgreichen VW Käfer erstaunlich ähnliches Auto präsentierte. Als Ganz wieder freigelassen wurde, verlor er alles. Auch seine Patente wurden ihm aberkannt. Er flüchtete in die Schweiz, wo das Zürcher Arbeitsamt und die Rapid Motormäher AG seine Idee wiederaufnahmen. Mit viel Fleiß und finanzieller Unterstützung vom Staat wurden 1946 in den Produktionshallen der Rapid in zwei Serien total 36 Stück des Kleinfahrzeugs Voiturette "R" hergestellt. Das Interesse am minimalistischen Auto war jedoch klein, da zur selben Zeit für etwas mehr Geld bereits luxuriösere Kleinwagen wie der Fiat Topolino oder VW Käfer erworben werden konnten. Das führte dazu, dass die Produktion leider eingestellt wurde. Drei der damaligen Rapid-Autos sind heute noch existent. Eines wurde 1969 von der Rapid totalrestauriert an das Verkehrshaus der Schweiz übergeben. Ein nicht restauriertes Modell befindet sich im Louwman-Museum in Holland. Dazu soll ein Drittes Modell noch in Indien sein.
Zum 75. Jubiläum haben Mitarbeiter der Rapid Technic AG ein weiteres Fahrzeug hergestellt. Nachgebaut nach den größtenteils noch im Betrieb vorhandenen Originalzeichnungen. In rund 1.000 Arbeitsstunden wurde Teil für Teil neu angefertigt. Anstelle des damaligen laufruhigen Viertakt-Gegenkolbenmotors kommt nun modernste Antriebstechnik zum Einsatz. Im neuen Auto wurde der im vollelektrischen Einachser Rapid URI verbaute Antriebsstrang eingesetzt. Die Energie wird aus dem Litium-Ionen Wechselakku mit 48V/60Ah bereitgestellt. Damit sind Fahrten über eine Distanz von rund 180 km und maximale Fahrgeschwindigkeiten von über 90 km/h möglich.
Bei Rapid – wo 1926 der erste Motormäher weltweit erbaut wurde und heute modernste Motormäher sowie verschiedenste Hochleistungskühler für elektrisch angetriebene Lastwagen, Automobile oder Schienenfahrzeuge hergestellt werden – beweist man somit, dass die moderne elektrische Antriebstechnologie der Einachser viel Potential nach oben hat. Da dürfen nun alle gespannt sein, wie sich die Geschichte rund um den erneut einfach und modern aufgebauten Kleinstwagen künftig weiterentwickelt. (Rapid)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.