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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ProSpecieRara sieht alte Gemüsesorten bedroht
Die Stiftung ProSpecieRara sieht viele alte Gemüsesorten in der Schweiz von einem Verbot bedroht. Grund dafür ist die Saat- und Pflanzgutverordnung.
Das Bundesamt habe ProSpecieRara das Inverkehrbringen von fünf Kartoffelsorten verwehrt, teilte die Stiftung nach ihrem Setzlingsmarkt in Wildegg AG mit. Werde die Verordnung auch bei weiterem Gemüse umgesetzt, drohe gut der Hälfte der auf dem Setzlingsmarkt angebotenen 500 Sorten das Aus in der Schweiz, heisst es bei ProSpecieRara. Zudem sei mit "Blauer Schwede" eine nicht-schweizerische Kartoffel in der Schweiz zugelassen. Mit der Kampagne "Vielfalt für alle" will die Organisation nun Druck aufs BLW machen.
Peter Latus, Verantwortlicher für das Dossier Sorten und Saatgut im BLW, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, ProSpecieRara habe die Zulassung von 14 Kartoffelsorten beantragt. Acht davon seien genehmigt worden. Bei den nicht zugelassenen handle es sich um ausländische Sorten, welche erst seit 2000 durch ProSpecieRara in die Schweiz gelangten. Der "Blaue Schwede" dagegen werde hierzulande schon seit Generationen angebaut. Das BLW lege grossen Wert auf die Erhaltung der Nutzpflanzen-Vielfalt und unterstütze ProSpecieRara dabei mit jährlich 400.000 Franken, sagte Latus.
Die Erhaltung dieses phytogenetischen Erbes obliege im Fall der abgelehnten Kartoffelsorten den Herkunftsländern. Das sei in internationalen Abkommen so vorgesehen. Die Schweiz schütze eigene regionale und lokale Sorten. Die EU erlaube das Inverkehrbringen alter Sorten in deren Ursprungsregionen.
Das BLW wird sich Mitte Mai mit ProSpecieRara zusammen an einen Tisch setzen, sagte Latus weiter. Dieses Treffen sei bereits vor der Kampagne "Vielfalt für alle" vereinbart worden. (lid)

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