Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ProSpecieRara kann nicht genehmigte Kartoffeln pflanzen

ProSpecieRara erzielt einen Teilerfolg: Die Organisation zum Erhalt der genetischen Vielfalt in der Schweiz darf fünf Kartoffelsorten im kleinen Rahmen weiter anpflanzen.

ProSpecieRara erzielt einen Teilerfolg: Die Organisation zum Erhalt der genetischen Vielfalt in der Schweiz darf fünf Kartoffelsorten im kleinen Rahmen weiter anpflanzen. Damit kommt der Bund der Organisation entgegen, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Der Verkauf bleibt aber verboten. Darauf einigten sich das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und ProSpecieRara am Donnerstag, 14. Mai 2009. Das BLW hatte Ende April einen Antrag auf kommerzielle Nutzung gewisser alter Kartoffelsorten nicht genehmigt.

An diesem Entscheid ändert sich nichts. Die Kartoffelsorten verfügen nämlich nicht über einen ausreichenden Schweizer Hintergrund für die kommerzielle Nutzung. "Die Kartoffeln in den bereits angepflanzten Flächen dürfen aber weiter gedeihen", sagte Hans Dreyer vom BLW auf Anfrage der SDA. Sie dürfen aber nicht in den grossflächigen Anbau kommen. In der Fachsprache heißt das, es darf keine Vermehrung der Kartoffeln stattfinden.

Jedes Land habe gemäß Völkerrecht den Auftrag, seine pflanzengenetischen Ressourcen zu erhalten, sagte Dreyer. Entsprechend diesem Auftrag konzentriere sich die Schweiz zur Nutzung und Erhaltung von alten Sorten, die gut an die hiesigen Bedingungen angepasst sind. Der Bund wolle es jedoch ermöglichen, dass Bauern auch gewisse andere Pflanzen anbauen könnten, sagte Dreyer. "Hier suchen wir aber noch nach einer klugen Lösung, die dem internationalen Recht entspricht."

Insgesamt hatte ProSpecieRara für 15 Kartoffelsorten eine Genehmigung beantragt, 8 davon genehmigte das BLW. Bei den fünf nicht genehmigten Sorten handelt es sich um "Corne de gatte", "Vitelotte noire", "Roosevelt", "Highland Burgandy Red" und "Patates Verrayes".

Bei seinem Entscheid beruft sich das BLW auf die Saat- und Pflanzengutverordnung. ProSpecieRara befürchtet daher auch Konsequenzen für ihre Gemüsesorten. Von 500 Sorten im Angebot von ProSpecieRara droht der Hälfte das Aus. Dies sucht ProSpecieRara unter anderem mit der Kampagne "Vielfalt für alle" zu verhindern. (lid)

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