Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Plastiktüten: Hendricks geht in die Offensive

Umweltministerin Barbara Hendricks geht in der Diskussion um Plastiktüten in die Offensive. Die SPD-Politikerin will eine kostenlose Abgabe der umstrittenen Transporthilfen unterbinden.

Umweltministerin Barbara Hendricks geht in der Diskussion um Plastiktüten in die Offensive. Die SPD-Politikerin will eine kostenlose Abgabe der umstrittenen Transporthilfen unterbinden. Dazu setzt Hendricks zunächst auf eine freiwillige Selbstverpflichtung des Handels. Dies sagte die Ministerin im Interview mit der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe). Sie kündigt aber an, dass im Falle der Nichterfüllung ordnungsrechtliche Schritte fällig seien. Hendricks will damit die Vorgaben aus Brüssel erfüllen, die eine Reduzierung des Verbrauchs von Plastiktüten von derzeit rund 200 pro EU-Bürger und Jahr bis 2019 auf 90 und bis 2025 auf 45 Stück vorsehen.

Der Rat der Europäischen Union hat am 2. März einem Richtlinienentwurf zugestimmt, der die Verringerung der Umweltbelastungen durch Plastiktüten auf europäischer Ebene anstrebt. Deutsche Verbraucher liegen derzeit bei 71 Tüten im Jahr. Damit entsteht für Hendricks formal erst 2019 Handlungsbedarf. Die Abgabe von kostenlosen Plastiktüten ist derzeit im Bekleidungshandel, in Apotheken oder etwa beim Drogeriemarktbetreiber Rossmann üblich. „Kunststofftragetaschen stellen in vielen Teilen der Welt ein großes und zunehmendes Umweltproblem dar“, sagt Hendricks gegenüber der Lebensmittel Zeitung. „Auch bei uns in Deutschland werden sie als Synonym für eine Ex- und Hopp-Mentalität wahrgenommen.“ Ein generelles Verbot bezeichnet die Ministerin jedoch als „unverhältnismäßig“. Die mittelständisch geprägte Herstellerlandschaft um Europamarktführer Papier-Mettler aus Morbach im Hunsrück oder OMM aus Lindlar fürchtet trotzdem Umsatzeinbußen. (dfv)

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