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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Phosphor: Revolution aus Regensburg
Pflanzenschutzmittel, Dünger, Extraktions- oder Schmiermittel - Phosphorverbindungen sind in Alltag und Industrie heute unverzichtbar. Hergestellt werden sie jedoch in einem wenig effizienten mehrstufigen Verfahren, bei dem Chlorgas verwendet wird. Chlorgas ist eine aggressive, giftige Chemikalie. Das Chlor muss anschließend wieder aus den Phosphorverbindungen entfernt werden, denn es ist nicht in den gewünschten Endprodukten enthalten, sondern wird nur für deren Herstellung benötigt. Regensburger Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, eine neue, einfachere und umweltfreundlichere Methode zu entwickeln, um Produkte ohne Zwischenstufen aus weißem Phosphor herzustellen.
Die Regensburger Forschergruppe um den Chemiker Professor Dr. Robert Wolf hat nun eine katalytische Methode für die direkte Herstellung von Phosphorverbindungen entwickelt, die ohne chlorhaltige Zwischenprodukte auskommt. Das renommierte Magazin "Nature Catalysis" veröffentlichte die Erkenntnisse der ostbayerischen Wissenschaftler jetzt.
Die Chemiker setzen dabei auf einen Katalysator aus dem Edelmetall Iridium. Dadurch lässt sich weißer Phosphor - im 17. Jahrhundert einst mit Gold aufgewogen - direkt in organische Phosphorverbindungen umwandeln. Das neue Verfahren ist einstufig und ermöglicht die direkte Synthese nützlicher Phosphorchemikalien. Der Katalysator wird hierbei in geringen Mengen benötigt, um die Reaktion zu beschleunigen. Damit sei diese Methode effizienter und umweltfreundlicher als herkömmliche Verfahren, sagt Professor Wolf.
Die Wissenschaftler untersuchen nun, wie sie die Iridiumverbindung durch einen anderen Katalysator ersetzen können. Denn Iridium ist teuer. Dadurch ist die neue Methode derzeit noch mit hohen Kosten verbunden. Auch die bisher verwendeten Ausgangsmoleküle wollen die Forscher austauschen. Das neue Verfahren könnte künftig noch große Schlagzeilen machen: Durch einen günstigeren Katalysator und gut verfügbare Ausgangsmaterialien, wie Chlorbenzol, könnte das katalytische Verfahren zu Herstellung von Phosphorverbindungen auch für die Industrie eine attraktive Alternative sein. (obx)

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