Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

"Phänotypische Plastizität bei Pflanzen": Förderung bewilligt

Erfolgreicher Antrag der Universität Potsdam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ): Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich für die Förderung des Sonderforschungsbereichs 1644 "Phänotypische Plastizität bei Pflanzen - Mechanismen, Beschränkungen und Evolution" unter der Leitung der Universität Potsdam ausgesprochen. Die erste Förderphase beginnt im April 2024 zunächst für drei Jahre und neun Monate.

Pflanzen müssen sich an Jahreszeiten und Klimawandel anpassen. Bild: GABOT.

Pflanzen besitzen die ausgeprägte Fähigkeit, Wachstum und Entwicklung an unterschiedlich Umweltbedingungen anzupassen und können sich so trotz gleicher Erbanlagen unterschiedlich entwickeln. Die molekularen und genetischen Ursachen dieses „phänotypische Plastizität“ genannten Phänomens, ebenso wie seine evolutionäre Veränderung und Beschränkungen, sind bislang wenig verstanden. Ziel des interdisziplinären Sonderforschungsbereichs ist es daher, ein besseres Verständnis der Beziehung von Genotyp und der Merkmalsausprägung der Pflanzen bei unterschiedlichen Umweltbedingungen zu erarbeiten.

„Die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an Jahreszeiten und Klima ist faszinierend. Zu verstehen, wie sie dies tun, ist entscheidend, um das Potenzial von Nutzpflanzen zur Anpassung an den Klimawandel zu erschließen. Diese Forschung wird unser Wissen darüber, wie Pflanzen Temperaturen wahrnehmen und darauf reagieren, erheblich erweitern“, sagt Prof. Dr. Philip Wigge, Programmbereichsleiter am IGZ und Mitglied des SFB. „Die Zusammenarbeit bietet ein einzigartiges Ausbildungs- und Lernumfeld für Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen in der Region Berlin-Brandenburg, um zu verstehen, wie Pflanzen ihre Umwelt wahrnehmen und auf sie reagieren können.“

Der SFB 1644 besteht aus 17 wissenschaftlichen Teilprojekten, einem Syntheseprojekt und einem zentralen Koordinationsprojekt und vereint 20 Antragsstellende. Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) ist mit Prof. Wigges Expertise zur Temperaturwahrnehmung in Pflanzen vertreten. Seine Projekte im SFB befassen sich mit dem Vergleich der Entwicklungsplastizität bei warmen Temperaturen bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana und der nah verwandten Capsella sowie mit systembiologischen Ansätzen zum Verständnis der Transkriptionsregulation bei Umweltreaktionen.

Neben der antragstellenden Universität Potsdam sind weitere renommierte Partnerinstitutionen beteiligt: Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität zu Köln das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und das Hasso-Plattner-Institut. Sprecher des SFBs ist Prof. Dr. Michael Lenhard, Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam.

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