- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Pflaumen: Feuerschwamm bei Prunus-Arten
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflaumen: Feuerschwamm bei Prunus-Arten
Gehölze der Gattung Prunus zeigen nicht selten aus den Stämmen oder Ästen herauswachsende Pilzfruchtkörper. Sie sind sowohl an Obst- als auch an Ziergehölzen zu finden, so beispielsweise an Pflaume, Blutpflaume, Pfirsich, Kirsche oder Schlehe. Zu beobachten ist dieser Pflaumen-Feuerschwamm in Gärten, Obstanlagen, Parks und an Straßenbäumen.
Der Pflaumen-Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus P. pomaceus) bildet anfangs krustenähnliche hellbraune Beläge und später konsolenförmige Fruchtkörper. Sie entstehen am Stamm und häufig an den Unterseiten schräg stehender Äste, oft an Wunden und Astschnittstellen. Sie haben helle Hüte und eine grau- bis zimtbraune Porenschicht und sind mehrere Zentimeter lang, etwa 7 Zentimeter breit und 1 bis 3 Zentimeter dick. Mehrjährige Fruchtkörper bestehen aus mehreren Schichten und sind sehr hart.
Der Feuerschwamm gilt als Schwächeparasit. Er dringt in das Holz ein, wenn vorher Frost oder Trockenheit zu Rissen am Stamm und an Ästen geführt haben. Der pilzliche Erreger führt zu einer Weißfäule, bei der das Holz zerstört wird und eine faserige Struktur bekommt. Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Vorbeugend sollte man befallene Äste völlig oder tief bis in den gesund erscheinenden Teil zu entfernen. Ein Beseitigen der Pilzfruchtkörper führt nicht zu einer Reduzierung des Befalls, da sich das weit verzweigte Myzel bereits intensiv in den betroffenen Gehölzteilen ausgebreitet hat. Wunden sollten vermieden werden. Bei Schnittmaßnahmen kann man Wundverschlussmittel einsetzen.
Ein Befall mit diesem Pilz ist aber auch ein Hinweis, dass bereits große Teile des Holzes morsch und abgestorben sein können und der Baum in wenigen Jahren völlig eingeht. Bei geringem Befall kann man versuchen, durch eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung die Widerstandskraft zu stärken und die Lebensdauer der Bäume noch über mehrere Jahre zu verlängern. Frostrisse können in den nächsten Jahren durch das Weißen der Stämme im Winter, was insbesondere bei Prunus-Arten, aber auch anderen frostempfindlichen Bäumen sinnvoll ist, vermieden werden. (Quelle: iva.de/IVA-Magazin)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.