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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzenzüchter: Stärken Internationalen Saatgutvertrag
Mit einer starken Wirtschaftsbeteiligung bekennen sich Pflanzenzüchter aus der ganzen Welt zum Internationalen Saatgutvertrag (IT - International Treaty on Plant Genetic Resources for Food and Agriculture) und unterstreichen damit, wie notwendig der praktikable Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen ist. Im Vorfeld der Sitzung des Lenkungsgremiums des IT vom 30. Oktober bis zum 3. November 2017 in Kigali (Ruanda) hat sich die Branche für ein Mitgliedsbeitragsmodell ausgesprochen. Allein 18 Unternehmen aus Deutschland haben eine „Declaration of Commitment“ unterzeichnet und sich verpflichtet, im Falle einer neuen Materialtransfervereinbarung (SMTA) einen substanziellen Beitrag an den IT zu zahlen.
„Sowohl der Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen als auch der Vorteilsausgleich für Geber und Nutzer im Bereich Pflanzenzüchtung sollte ausschließlich über den IT geregelt werden. Es ist ein wichtiges Signal für die Erweiterung des Anwendungsbereiches des IT, dass auch Unternehmen aus dem Gemüse- und Zierpflanzenbereich die Erklärung unterzeichnet haben“, erläutert Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) das Engagement.
Der IT der Welternährungsorganisation FAO bietet eine an die Gegebenheiten der Züchtung und Landwirtschaft optimal angepasste Alternative zum Nagoya-Protokoll. Er sichert Vielfalt und Vorteilsausgleich unter Wahrung maximaler Rechtssicherheit für alle Beteiligten. Der IT umfasst bisher nicht alle Pflanzenarten bzw. deren Verwendungsrichtungen. Um die vorhandene genetische Vielfalt nachhaltig züchterisch nutzen und weiter ausbauen zu können, ist die Ausweitung des Anwendungsbereiches des IT notwendig. Alle pflanzengenetischen Ressourcen, die für die Züchtung verwendet werden, sollten darin übertragen werden. (Quelle: Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter)

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