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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzenschutzmittelrückstände: BVL stellt Untersuchungsergebnisse 2023 vor
22.314 Lebensmittelproben sind auf derartige Rückstände untersucht worden – so viel wie nie zuvor. Die Belastungssituation schwankt abhängig von der Art der Kultur und der Herkunft des Erzeugnisses.
Diese Unterschiede bestätigen die Ergebnisse der Vorjahre. In häufig verzehrten Lebensmitteln wie Karotten, Kartoffeln, Äpfeln, aber auch saisonalen Erzeugnissen wie Erdbeeren und Spargel, wurden 2023 kaum oder gar keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nachgewiesen. Die meisten Überschreitungen bei Lebensmitteln mit mindestens 100 untersuchten Proben gab es bei Mangos, getrockneten Bohnen, Pfeffer (schwarz, grün, weiß), Reis, Tee (schwarz und grün), Erdnüssen und Bohnen mit Hülsen sowie bei Kirschen. Die Überschreitungsquoten lagen hier zwischen 6,2 und 7,9% der jeweils untersuchten Proben.
Unterschiede in Abhängigkeit von der Herkunft
Auch die Herkunft der Erzeugnisse war weiterhin entscheidend für die Höhe der Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen. Bei 1,0% der beprobten Erzeugnisse aus Deutschland und bei 1,3% der Proben aus anderen EU-Staaten traten Überschreitungen der geltenden Rückstandshöchstgehalte auf. Bei Erzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern war dies bei 8,5% der Proben der Fall. Insgesamt sank die Quote der Überschreitungen leicht im Vergleich zum Vorjahr.
Lebensmittel aus ökologischem Anbau
Für die Anwendung im ökologischen Anbau von Lebensmitteln ist eine deutlich geringere Zahl an Pflanzenschutzmitteln als bei konventionellem Anbau erlaubt. Die Untersuchungen bestätigen, dass Bio-Produkte weniger Rückstände enthalten als konventionell erzeugte Ware. So wiesen 71,9% der Proben aus ökologischem Anbau keine quantifizierbaren Rückstände auf. Bei konventioneller Ware traf dies nur bei 35,8% der Proben zu.
Mehrfachrückstände
Wie im Vorjahr wurde bei gut einem Drittel aller untersuchten Proben mehr als ein Wirkstoff nachgewiesen. Bei einigen Lebensmitteln mit mehr als 100 untersuchten Proben wiesen mindestens drei Viertel der Proben Mehrfachrückstände auf. Dies betraf vor allem Kirschen, Mandarinen, Johannisbeeren (schwarz, rot, weiß), Tafeltrauben, Pfirsiche/Nektarinen, Orangen, Rosenkohl/Kohlsprossen und Erdbeeren.
Hintergrund
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln sind nur dann zulässig, wenn sie die geltenden Rückstandshöchstgehalte nicht überschreiten und demnach gesundheitlich unbedenklich sind. Eine Überschreitung des festgesetzten Rückstandshöchstgehalts ist aber im Umkehrschluss nicht gleichbedeutend mit einem gesundheitlichen Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Festsetzung eines Höchstgehaltes erfolgt ausgehend von der Menge an Rückständen, die bei ordnungsgemäßer Anwendung des Pflanzenschutzmittels zu erwarten ist. Ein Risiko für die Gesundheit darf dabei nicht gegeben sein. Daher können die Rückstandshöchstgehalte deutlich unterhalb der gesundheitlichen Bedenklichkeit liegen.
Die in Laboren der amtlichen Lebensmittelüberwachung der Bundesländer untersuchten Lebensmittelproben stammen aus überwiegend risikoorientiert durchgeführten Kontrollen. Im Jahr 2023 wurden 22.314 Proben in mehr als 8,8 Millionen Analysen auf 1.072 verschiedene Stoffe untersucht.

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