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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzenschutzdienst: 28 Mio. Rosen in nur 2 Wochen
Nach wie vor zählen Blumen zu den beliebtesten liebevollen Gesten am 14. Februar, dem Valentinstag. Nicht nur für die Blumenhändler sind die Tage vor diesem Datum eine turbulente Zeit. Auch für die Importeure, die die Schnittblumen in großen Mengen am Flughafen Frankfurt abfertigen, war Hochsaison. „Und das bekam auch unser Pflanzenschutzdienst zu spüren“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Denn das Regierungspräsidium Gießen kontrollierte mit 19 Beschäftigten direkt am Frankfurter Flughafen die Importe aus Drittländern – entweder stichprobenartig oder bei einer sogenannten Beschaupflicht jede Sendung.
Überprüft wurden unter anderem Obst- und Gemüselieferungen. Aber eben nicht nur die. Bei den Blumen führen Rosen die Beliebtheitsskala an. Diese etwa unterliegen der Beschaupflicht, das heißt: Jede Sendung wird kontrolliert. Und von denen gab es vor dem Valentinstag besonders viele. So wurden etwa in den ersten zwei Februarwochen des Vorjahres über 28 Mio. Rosen via Flughafen Frankfurt eingeführt. Begleitend hierzu steigt die Abfertigung von Schnittgrün an. „Kurz vor dem 14. Februar schnellten die Importzahlen für die Rosen deutlich an“, erklärt Werner Bolz, ein langjähriger Mitarbeiter im Pflanzenschutzteam am Flughafen. Hauptanbauländer sind Kenia, Ecuador und Sambia. Aber auch Tansania und Kolumbien exportieren die Königin der Blumen.
„Für uns bedeutete dies eine Mehrzahl an Kontrollen bei der Ankunft der Schnittblumen und natürlich auch ein entsprechendes Arbeitsaufkommen bei der Überprüfung der Pflanzengesundheitszeugnisse und sonstiger Dokumente“, erläutert Werner Bolz weiter, „aber mit einem eingespielten Team waren diese Arbeitsspitzen gut zu handhaben.“ Sagt er und verschwindet mit seinem Kollegen in der großen Kühlhalle zum nächsten Kontrollgang. Weitere Sendungen sind soeben von den Flugzeugen mit großen Schleppern angefahren worden.
Pflanzliche Produkte, wie Obst und Gemüse, aber eben auch Schnittblumen aus dem außereuropäischen Raum können mit Pflanzenschädlingen befallen sein. Diese haben hierzulande oft keine natürlichen Fressfeinde und können sich daher mühelos ausbreiten. Wenn dies geschieht, können sie schnell zu einem Problem für hiesige Anbauer von Kultur- und Forstpflanzen werden.
An Beispielen für Schaderreger, die ihren Weg über den Import pflanzlicher Güter gefunden haben, mangelt es nicht. Der Buchsbaumzünsler ist sicher vielen Gartenbesitzern bekannt, die sich schweren Herzens von ihren Buchsbaumbeständen trennen mussten. Aber auch der Asiatische Laubholzbockkäfer, einst mit unbehandeltem Verpackungsholz „eingereist“, ist mittlerweile als gefräßiger und schwierig zu bekämpfender Schädling in einigen Regionen bekannt. Um dieses Risiko schädlicher sogenannter „Beifracht“ zu minimieren, werden alle pflanzlichen Waren vom Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen untersucht.

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