Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Pflanzenschutz: Mehr Innovationen in Europa

Die europäische Pflanzenschutz-Industrie investierte bisher bereits fast 4 Mrd. Euro in biologische Pflanzenschutzmittel, digitale und Präzisionstechnologien im Rahmen ihrer "2030 Commitments".

Innovative Technologien helfen Landwirten, Pflanzen gezielt zu schützen. Bild: GABOT.

Die Landwirtschaft in Europa braucht innovative Instrumente und Technologien, um Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen, die Ernten zu sichern und auch künftig die Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Lösungen aber stecken derzeit unter anderem in der regulatorischen Pipeline. Es kann bis zu sieben Jahre dauern, bis ein biologischer Pflanzenschutz-Wirkstoff auf dem Feld angewendet werden kann. Es braucht einen Rechtsrahmen, der Innovationen fördert.

Die europäische Pflanzenschutz-Industrie investierte im Rahmen ihrer „2030 Commitments“ bisher knapp 4 Mrd. Euro, davon 1,75 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung von biologischen Pflanzenschutzmitteln (entspricht 44% der bis 2030 zugesagten 4 Mrd. Euro für diesen Bereich), und 2,15 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung digitaler Technologien und Präzisionslandwirtschaft (entspricht 21,5% der gesamten Investitionszusagen in Höhe von 10 Mrd. Euro bis 2030). Das teilte der europäische Verband der Pflanzenschutzmittel-Hersteller CropLife Europe heute in Brüssel mit.

Innovative Technologien helfen Landwirten, Pflanzen gezielt zu schützen. Doch selbst bei einem konstanten Investitionsniveau brauchen viele Lösungen zu lange, um in der Praxis eingesetzt werden zu können, sollte der derzeitige Rechtsrahmen unverändert bleibt. In Zeiten, in denen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und der Krieg in der Ukraine eine wachsende Nahrungsmittelkrise in vielen Teilen der Welt befördern, helfen Innovationen und Technologien in der Landwirtschaft, die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten. Biologische Pflanzenschutzmittel müssen Teil des Werkzeugkastens der Landwirte für einen nachhaltigen, integrierten Pflanzenbau sein.

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