Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Pflanzenschutz-Kontrollprogramm: IVA nimmt Stellung

Erstmals wurde im Jahr 2004 eine länderübergreifende Initiative der Überwachungsbehörden im Pflanzenschutz gestartet. Die Kontrollen bei Handel und Anwendern erfolgten nach einheitlichen Standards und zielten darauf ab, potenzielle Schwachstellen und Defizite zu identifizieren. Dem entsprechend weist der nun erschienene Ergebnisbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Teil hohe Beanstandungsquoten aus, vor allem beim Handel und bei der genehmigungsbedürftigen Anwendung auf Freiflächen.

 

Eine differenzierte Betrachtung der Ergebnisse zeigt jedoch, dass die Anzahl der Beanstandungen bei Routinekontrollen deutlich geringer ist als bei den Kontrollen nach Hinweisen oder Anzeigen. „Wir setzen bereits seit langem auf Information und Beratung“, sagte Oskar Böttcher, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V: (IVA). „Dabei arbeiten wir sowohl mit dem Handel als auch mit den Anwendern unserer Produkte eng zusammen.“

 

Zum Stewardship-Programm des IVA gehören unter anderem Informationen zur sicheren Lagerung von Pflanzenschutzmitteln, eine Orientierungshilfe zur Käuferberatung im Einzelhandel und die für das kommende Frühjahr geplante Rücknahmeaktion für nicht mehr verkehrsfähige Pflanzenschutzmittel. Auch die Mitgliedsfirmen des IVA bieten umfangreiche Schulungsmaßnahmen und Informationsprogramme an.

 

Das BVL führt zahlreiche Beanstandungen auf mangelnde Kenntnis der Rechtslage beim Anwender oder Händler und auf die komplizierten rechtlichen Regelungen zurück, die teilweise von einem Bundesland zum anderen unterschiedlich sind. Der IVA bemüht sich schon seit Jahren in zahlreichen Behördengesprächen um eine Vereinfachung der Anwendungsbestimmungen mit dem Ziel, Fehlanwendungen zu vermeiden. „Immerhin zeigt uns der Bericht, dass wir damit auf dem richtigen Wege, aber noch lange nicht am Ziel sind“, betonte Böttcher. Der Themenkomplex der sicheren und richtigen Anwendung der Pflanzenschutzprodukte sei auch weiterhin ein Schwerpunkt in der Informationsarbeit der Branche. (iva)

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