Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Pflanzenschutz in Bayern: Risiko deutlich gesunken

Von in Bayern eingesetzten Pflanzenschutzmitteln gehen immer weniger theoretische Risiken aus. Das geht aus dem zweiten Bericht zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in Bayern hervor, den das Bayerische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht hat.

Das Pflanzenschutzrisiko ist in Bayern deutlich gesunken. Bild: GABOT.

Der mehr als 100 Seiten umfassende Bericht dokumentiert den seit 2019 laufenden Prozess zur Reduktion des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Bayern. Und er beschreibt die in den Bereichen Forschung, Bildung, Beratung und Förderung ergriffenen Maßnahmen. "Die eingesetzte Menge an Pflanzenschutzmitteln hat sich zwar zuletzt nicht weiter verringert. Aber viel wichtiger ist: Das theoretische Risiko, das von diesen Mitteln für Mensch, Tier und Umwelt ausgehen können, haben sich deutlich reduziert. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung" betonte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Grundlage des Berichts sind Daten aus den Jahren 2014 bis 2023 zu den Kulturen Mais, Winterweizen, Winter- und Sommergerste, Winterraps, Zuckerrüben, Kartoffeln, Äpfel, Weinreben sowie Hopfen. Erstmals wurden dafür Ergebnisse aus dem "Pflanzenschutzmittel-Messnetzwerk Bayern" herangezogen. Der Vergleich mit Marktforschungsdaten zeigt eine hohe Verlässlichkeit und schließt die bisher bestehende Erhebungslücke. Die Bewertung der Risiken, die von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ausgehen können, erfolgte nach dem europaweit verwendeten "Harmonisierten Risikoindikator 1" sowie dem in Dänemark entwickelten „Pesticide-Load-Indikator" (PLI). Zentrale Ergebnisse des Berichts: Die eingesetzte Menge chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in den wichtigsten Kulturen lag 2023 rund 18% unter dem Mittel des Referenzzeitraums von 2014 bis 2018 und damit nur leicht über dem Vorjahr. Der „Harmonisierte Risikoindikator 1“ fiel 2023 um 60% geringer aus als im Referenzzeitraum. Der „Pesticide-Load-Indikator“ verringerte sich insgesamt um 71% – maßgeblich durch einen Rückgang von 79% im Teilbereich Umweltverhalten. Die potenzielle Gefährdung von Bienen durch akute Toxizität sank um 58%, die Gefährdung von Regenwürmern um 46%. Mit Blick auf die kommenden Jahre unterstrich Ministerin Kaniber: "Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter reduzieren, vor allem mögliche Risiken konsequent minimieren und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft sichern. Dabei setzen wir auf Forschung, Innovation, Beratung und Förderung. Nur so gelingt uns ein nachhaltiger Pflanzenschutz, der den Interessen von Umwelt, Landwirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen gerecht wird." 

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