- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Pflanzenschutz: Harmonisierung schafft S...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzenschutz: Harmonisierung schafft Sicherheit für den Handel
Um die Versorgung mit gesundem Obst und Gemüse auch in Zukunft zu sichern, benötigen die Anbauer eine hinreichende Auswahl wirksamer Pflanzenschutzmittel. Doch gerade bei den kleineren Sonderkulturen wirken die starren EU-Zulassungsregeln innovationshemmend. Dieses Fazit zogen die beiden Agrarverbände Deutscher Fruchthandelsverband e. V. (DFHV) und Industrieverband Agrar e. V. (IVA) nach einem Treffen ihrer Präsidenten in Bonn.
„Für uns stehen Qualität und Sicherheit der Produkte an oberster Stelle. In den Unternehmen existiert ein ausgefeiltes Qualitätsmanagement für ein Höchstmaß an Qualität und Lebensmittelsicherheit. Die Produkte werden ständig von akkreditierten Laboren untersucht. Jedoch erschwert die nach wie vor unvollständige Harmonisierung im EU-Pflanzenschutzrecht unsere Arbeit und führt immer wieder zu Verunsicherungen bei Verbrauchern“, war das Fazit von DFHV-Präsident Dieter Krauß.
„Mit dem EU-Pflanzenschutz-Paket von 2009 wurden viele Versprechungen gemacht, die bislang nicht eingelöst sind. Eines davon war die bessere Harmonisierung der Zulassung in Europa. Die europäische Pflanzenschutz-Industrie will auch bei kleineren Kulturen ihren Kunden wirksame Lösungen anbieten können. Aber trotz einiger Neuerungen wie der sogenannten zonalen Zulassung für Pflanzenschutzmittel bleiben die Hürden und damit die regulatorischen Kosten in Europa hoch“, so IVA-Präsident Dr. Helmut Schramm.
Die Verbände vereinbarten, auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit die Zusammenarbeit zu vertiefen. Verbraucher äußern sich immer wieder besorgt über mögliche Rückstände in Obst und Gemüse – während die amtlichen Untersuchungen in Deutschland und Europa seit Jahren zeigen, dass solche Befürchtungen unbegründet sind. Überschreitungen von Rückstandshöchstgehalten werden nur in einem sehr geringen Teil der kontrollierten Ware festgestellt. Hier bedarf es weiterer Aufklärung durch alle Beteiligten.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.