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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzenkohle: Nachhaltiger Boden- und Klimaschutz
Laut einer aktuellen Utopia-Studie aus 2024 sind 70% der Konsumenten sogar bereit, für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen mehr zu bezahlen. Dabei geht es sowohl um direkte als auch indirekte Umwelteffekte. Der Gartenbau bietet mit seinen Produkten und Dienstleistungen wichtige Instrumente zur Anpassung an den Klimawandel, die auf europäischer Ebene als „nature based solutions" favorisiert werden. Auch auf Bundes- und Landesebene sind in jüngster Zeit eine Reihe von Initiativen und (Förder-)Programmen entwickelt worden, die dazu beitragen, lebendig-grüne Lösungen umzusetzen. Dazu gehören unter anderem die Torfminderungsstrategie der Bundesregierung (Slogan: „Torffrei gärtnern ist Klimaschutz"), eine Selbstverpflichtung der Substratindustrie zur Torfminderung und zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Erdenhersteller mit alternativen Zuschlagsstoffen.
Torffreie Substrate und Pflanzenkohle
Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaanpassung waren auch wichtige Themen auf der Internationalen Pflanzen Messe (IPM) Ende Januar 2025 in Essen. Dort entstand für den Podcast „CHLOROPHYLL – Der Wirkstoff Grün" eine Folge zu den Themen Pflanzerde und Nachhaltigkeit im grünen Sektor. Darüber diskutierten zwei Experten ihres Fachs: Mariel Kleeschulte, Nachhaltigkeitsberaterin mit langjähriger, persönlicher Erfahrung in der Substratindustrie, und Ron Richter, Pionier für Pflanzenkohle von der klimafarmer GmbH aus dem rheinland-pfälzischen Nierstein. Beim Thema geht es um gewaltige Mengen: Nach Zahlen des BMEL werden in Deutschland jährlich etwa acht Millionen Kubikmeter Substrate abgesetzt. Davon entfallen etwa 4 Mio. Kubikmeter auf Blumenerden für den Hobbybereich und etwa 1,8 Mio. Kubikmeter auf Kultursubstrate für den Erwerbsgartenbau. In dem Expertengespräch wird deutlich, dass der Gartenbau aufgrund seiner Nähe zum Konsumenten bei Themen wie Torfeinsatz, Wasser- und Energieverbrauch, bzw. insgesamt Ressourcenschonung und Abfallvermeidung, ein bedeutender Motor für nachhaltige Lebensweise sein kann. So leistet die Branche nicht nur konkret positive Beiträge, sondern trägt vielmehr dazu bei, die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Torffreie und durch die Beimischung von Pflanzenkohle sogar klimapositive Substrate sind in diesem Sinne ein möglicher Einstieg in eine zukunftsorientierte Konsumhaltung. Ron Richter: „Deshalb beteiligen wir uns aktuell auch an der Aktionswoche 'Torffrei gärtnern' des BMEL. Pflanzenkohle ist ein vielseitiger Bodenverbesserer mit positiven Auswirkungen auf Pflanzenwachstum, Bodenfruchtbarkeit und Klimaschutz. Genau diese Kombination von gärtnerisch relevanten Aspekten und verbraucherorientiertem Zusatznutzen macht den Erfolg der Pflanzenkohle aus." Deutlich wird aber auch, dass es unternehmerischen Mut und tiefe Überzeugung braucht, um neue Wege zu beschreiten. Mariel Kleeschulte: „Torf hat sich bewährt und gilt traditionell als hervorragender Rohstoff für gärtnerische Erden und Substrate, aber es gibt Alternativen mit anderen Vorteilen, zum Beispiel unter Nutzung regionaler Ausgangsstoffe. Wichtig ist es, Akzeptanz zu schaffen und positive Erfahrungen zu teilen, um den Gartenbau und den Handel zu überzeugen."

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