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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Pflanzen-Kölle: Weniger Plastikmüll und mehr Klimaschutz
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat jetzt die mittelständische Handelsgruppe Pflanzen-Kölle für ihr Engagement zur Vermeidung von Einweg-Plastikmüll ausgezeichnet. Das Unternehmen setzt seit nunmehr 25 Jahren bundesweit auf den abfallarmen und klimafreundlichen Transport von Pflanzen mit hundertfach wiederverwendbaren Mehrwegpaletten. Dadurch konnten mehr als 1,8 Millionen Einweg-Plastikverpackungen mit einem Gewicht von mehr als 250.000 kg eingespart werden. Die DUH fordert alle Pflanzenerzeuger und -händler auf, Mehrweg statt Einweg beim Warentransport einzusetzen - zum Schutz von Klima und Ressourcen.
„Im deutschen Pflanzenhandel kommen zu 95% kurzlebige Einweg-Plastikpaletten für den Transport von Stauden und Zimmerpflanzen vom Erzeuger zum Handel zum Einsatz. Dadurch fällt jedes Jahr ein gewaltiger Plastikmüllberg von mehr als 150 Mio. Einweg-Paletten an. Pflanzen-Kölle zeigt mit seinen Mehrwegpaletten, wie dieses Abfallproblem schnell, einfach und ohne Nachteile gelöst werden kann. Mehrweg-Transportverpackungen sind hundertfach wiederverwendbar und verursachen im Vergleich zu Einweg rund 30% weniger CO2. Alle Pflanzenhändler sollten sich ein Beispiel an Pflanzen-Kölle nehmen und auf Mehrweg umsteigen. Um das zu beschleunigen, fordern wir von Umweltministerin Steffi Lemke, eine Abgabe auf Einweg-Plastikpaletten von mindestens 20 Cent einzuführen. Mit den Einnahmen kann Mehrweg gezielt gefördert werden“, sagt die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Metz überreichte den Geschäftsführern von Pflanzen-Kölle Jörg Greimel und Michael Wittmann in der Handelsfiliale in Teltow persönlich eine Urkunde als Anerkennung für dessen Umweltengagement durch Mehrweg.
Pflanzen-Kölle verwendet seit Jahren Mehrwegverpackungen zum Transport von Stauden, Beet- und Balkonpflanzen. Auch kleine Bäume aus Baumschulen werden zu 100% in Mehrweg transportiert. Schnittblumen werden zu 95% in Mehrwegbehältnissen angeboten. „Wir von Pflanzen-Kölle sind Gärtnerinnen und Gärtner mit Leib und Seele. Durch unsere Naturverbundenheit haben wir einen klaren Blick für eine gesunde Zukunft. Deshalb gehören neben nachhaltigen Sortimenten, Biodiversität und Artenvielfalt auch klimafreundliche Mehrwegverpackungen zu unserer Unternehmensphilosophie. Wir suchen ständig nach innovativen Lösungen und versuchen den Mehrwegansatz auf weitere Produkte auszuweiten. Deshalb haben wir Februar dieses Jahres damit begonnen 80% unserer Biokräuter in Palettino-Mehrwegpaletten zu transportieren. Dafür sind 100.000 Mehrwegpaletten im Umlauf und ersetzen mit jeder Wiederverwendung die energie- und ressourcenintensive Neuherstellung von Einwegverpackungen“, sagt der Geschäftsführer von Pflanzen-Kölle Michael Wittmann.
Neben Pflanzen-Kölle setzen auch dessen Partnerlieferanten für Bio-Kräuter und -Stauden auf Mehrwegpaletten. Je mehr Unternehmen auf Mehrwegpaletten setzen, desto effizienter und besser funktioniert das Verpackungssystem. Neben ökologischen Gründen lohnt es sich für Händler auch wirtschaftlich, auf Mehrweg zu setzen. Insbesondere angesichts immer stärker steigender Energie- und Rohstoffpreise ist deren Einsatz deutlich günstiger als der ständige Neukauf von Einwegverpackungen. (DUH)

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