Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

„Perishable Center“ am Frankfurter Flughafen

Die Abteilungsleiter des Gießener Regierungspräsidiums nutzten am vergangenen Dienstag die Möglichkeit, im Rahmen einer Besprechung das „Perishable Center“ am Frankfurter Flughagen zu besichtigen. 8 Mitarbeiter des hessenweit agierenden Pflanzenschutzdienstes des Gießener Regierungspräsidiums sind dort tätig und sorgen dafür, dass alle Im- und Exporte von pflanzlichen Waren auf Schaderreger untersucht werden, berichtet die Pressestelle des Gießener Regierungspräsidiums.

 

Bei ca. 1,3 Mio. Tonnen liegt das Luftfrachtaufkommen am Frankfurter Flughafen - ca. 10% davon werden durch das „Perishable Center“ geschleust: Blumen, Obst und Gemüse sowie Fleisch und Fisch - empfindliche Güter, die bei falscher Temperaturführung während des Transports und der Lagerung schnell verderben können (perishable = leicht verderblich), wie Martin Kerber und Hans-Jürgen Hess vom RP-Pflanzenschutzdezernat erläuterten. Das 1995 erbaute Center ist Umschlagsort für Waren aus aller Welt. Insgesamt 6.756 Tonnen und über 214 Mio. Stecklinge wurden alleine im Jahr 2003 unter Aufsicht der RP-Fachleute über den Frankfurter Flughafen in die Europäische Union eingeführt. In erster Linie handelte es sich dabei um Schnittblumen (z. B. Nelken und Chrysanthemen), die überwiegend aus Kenia, Kolumbien, Ecuador und Peru kommen. Der größte Anteil an Pflanzen stammt aus Guatemala, den USA und den Kanarischen Inseln, während der größte Teil der Südfrüchte mit dem Fracht-Jet aus Kenia, Kolumbien, Mexiko und Pakistan kommt. Hintergrund der EU-verbindlichen Pflanzengesundheitskontrollen ist es, das Einschleppen von Krankheiten und Schädlingen aus anderen Erdteilen im internationalen Warenverkehr zu verhindern. (RP-Gie)

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