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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
PAN: Fordert Schutz vor hochgefährlichen Bioziden
An vergangenen Dienstag begannen die entscheidenden Verhandlungen zwischen dem EU-Ministerrat, dem EU-Parlament und der EU-Kommission zur neuen Biozid-Verordnung.
Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen in einem offenen Brief aufgefordert, sich stärker für die Vermeidung hochgefährlicher Desinfektions- und Schädlingsbekämpfungsmittel einzusetzen.
Am 4. Oktober 2011 stimmte der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments in zweiter Lesung über rund 360 Änderungsanträge zum Gesetzesentwurf ab und sprach sich in vielen Punkten für eine Stärkung der Umwelt- und Verbraucherschutzinteressen aus. Jetzt drohen Abstriche.
Mit Sorge sehen wir eine Allianz von nationalen Regierungsvertretern, die eine deutlich industriefreundlichere Verordnung als das Parlament anstrebt. Wir erwarten daher vom deutschen Bundesumweltminister Norbert Röttgen, sich im Umweltrat stärker für Umwelt und Verbraucher einzusetzen, so die PAN Germany Biozid-Expertin Susanne Smolka.
Der Brief an Bundesumweltminister Röttgen umfasst konkrete Empfehlungen. Beispielsweise sollte das neue Verwendungsverbot für hochgefährliche Biozid-Wirkstoffe nur in streng begrenzten Ausnahmefällen ausgesetzt und dann mit Substitutionsplänen begleitet werden. Dies betrifft z.B. hormonaktive Substanzen, die bereits in geringen Konzentrationen Gesundheitsschäden in den folgenden Generationen auslösen können. PAN plädiert außerdem für einen europäischen Rechtsrahmen zur Regulierung der Verwendungsphase von Biozid-Produkten, z.B. für einheitliche Sachkundestandards für Schädlingsbekämpfer sowie für verbraucherfreundliche Kennzeichnungsregeln.
Die Kompromiss-Verhandlungen zwischen den drei EU-Gremien sollen bis Ende November 2011 abgeschlossen sein, bevor das EU-Parlament voraussichtlich im Januar 2012 über die Biozid-Verordnung endgültig abstimmen wird. (Quelle: PAN)

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