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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Osnabrück: "Agrarsysteme der Zukunft"
v.l.: Martin Ferner, Architekt, Hüdepohl.Ferner Architektur- und Ingenieur-gesellschaft mbH; Julika Bruning, Projektleiterin, Hochschule Osnabrück; Prof. Dr. Andreas Bertram, Hochschulpräsident; Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Professor für Gemüseproduktion und -verarbeitung; Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung. Bild: HS Osnabrück.
Umgeben von Obstbäumen, Gewächshäusern und Versuchsfeldern entsteht am Campus Haste der Hochschule Osnabrück ein weiteres modernes Forschungszentrum. Unter dem Arbeitstitel „Agrarsysteme der Zukunft“ werden hier nach Fertigstellung neue zukunftsorientierte Kultursysteme erforscht. Neben Salaten und Kräutern sollen auch Kartoffeln und Beeren gezüchtet werden. Mit dem symbolischen Spatenstich startete jetzt offiziell die Bauphase.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram hob im Rahmen des Spatenstichs die Bedeutung des Standorts Osnabrück für den Gartenbau hervor „Wir sind deutschlandweit unter den führenden Hochschulen, die Themen wie Gemüse und Produktion voranbringt. Deswegen erfüllt es mich mit Stolz, dass wir ein so innovatives Forschungszentrum schaffen, indem zukünftig neue Produktionsverfahren ausprobiert werden. Diese unmittelbare Relevanz für die Gesellschaft zeichnet die angewandte Forschung an der Hochschule Osnabrück aus.“
Der zweigeschössige Kubus wird sechs getrennte Indoorfarmen enthalten und darüber hinaus auch Büro- und Laborräume anbieten. Die Besonderheit ist, dass auf dem Dach des Forschungszentrums ein 160 Quadratmeter großes Dachgewächshaus stehen wird. Beide Bestandteile des Gebäudes sind über ein intelligentes Kreislaufmanagementsystem miteinanderder verbunden. Diese Technik gewährleistet eine hohe Energie- und Ressourceneffizienz. Der vertikale Aufbau der Produktion sorgt für eine effiziente Flächennutzung, während die gleichbleibende Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsverhältnisse eine konstant hohe Produktqualität ermöglicht.
Forschungszentrum ist das Ergebnis fachübergreifender Expertise
Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Forschungszentrums für den Campus Haste und die Fachwelt: „Die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur steht zunehmend für die Entwicklung, Beforschung und Vermittlung von Agrarsystemen der Zukunft. Das wir mit dem Forschungszentrum die Infrastruktur vorantreiben, ist ein Entwicklungsschritt in unserer Fachlichkeit und in unseren Forschungsfeldern. Ich bin überzeugt: Als Agrarsystem der Zukunft wird dieses Forschungszentrum zukünftig viele Kopien erfahren.“ Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Professor für Gemüseproduktion und -verarbeitung, blickte in seinem Grußwort auf die Entstehung des Forschungszentrums zurück. Dabei lobte er die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, nicht nur innerhalb der Fakultät, sondern hochschulweit. Ulbrich verdeutlichte, dass die bestehenden Netzwerke der unterschiedlichen fachlichen Richtungen weiter ausgebaut werden und damit eine gute Basis bestehe, um das Forschungszentrum nachhaltig zu befördern „Wir wollen uns mit diesem Leuchtturmprojekt national und auch international positionieren und sind dabei auf einem guten Weg.“
Der Bau wird finanziert aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Förderrichtlinie „Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro, Landesmitteln von rund 1,4 Mio. Euro und Eigenmitteln der Hochschule von etwa 700.000 Euro.

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